Die Organisation Lobbycontrol hat den für August angekündigten Wechsel des früheren Bundeswirtschaftsministers und Vizekanzlers Robert Habeck zum dänischen Investor Urban Partners scharf kritisiert und eine dreijährige Karenzzeit für ausscheidende Politiker gefordert.
Kritik an Machtungleichheiten
Lobbycontrol wirft Habeck vor, mit seinem Wechsel in die Privatwirtschaft bestehende Machtungleichheiten zu verstärken. Aurel Eschmann, Lobbycontrols Fachmann für Lobbyregeln, sagte der dpa, dass solche Schritte das politische Vertrauen beschädigen könnten. „Das verstärkt bestehende Machtungleichheiten zugunsten von Vermögenden und großen Unternehmen“, erklärte Eschmann. Es sei grundsätzlich problematisch, wenn Politikerinnen und Politiker in die Privatwirtschaft wechselten, weil nur finanzstarke Akteure sich ehemalige Kabinettsmitglieder leisten und von deren Wissen und Kontakten profitieren könnten.
