Die Linke hat auf ihrem Bundesparteitag in Potsdam das Vorgehen Israels im Gazakrieg offiziell als „Völkermord" bezeichnet und zugleich eine breit angelegte Protestkampagne gegen die geplanten Sozialreformen der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz eingeleitet.

Debatte über Nahost-Position

Der Bundesparteitag der Linken, der noch bis Sonntag andauert, hat am Freitagabend mit deutlicher Mehrheit einen Antrag des Parteivorstands angenommen, der die Handlungen Israels im Gazastreifen erstmals als Völkermord einstuft. „Damit haben die Mitglieder in Potsdam offiziell ihre Parteilinie geändert", heißt es in dem Beschluss. Gleichzeitig enthält der Antrag ein Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates Israel, ergänzt um ein gleichrangiges Existenzrecht Palästinas.