Leuna, 18 Juni 2026

Die Polyamid GmbH in Leuna, die als Auffanggesellschaft die Anlagen des insolventen Domo Caproleuna übernommen hatte, hat am Mittwoch beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt.

Die Polyamid GmbH in Leuna, die als Auffanggesellschaft die Anlagen des insolventen Domo Caproleuna übernommen hatte, hat am Mittwoch beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Damit ist das Unternehmen, das erst im April aus der ersten Domo-Pleite hervorgegangen war, nun selbst zahlungsunfähig.

Als Grund für die erneute Insolvenz nennt die Geschäftsführung drastisch gestiegene Rohstoffpreise. „Weltpolitische Entwicklungen, insbesondere in der Golfregion, führten jedoch zu drastischen Steigerungen der Rohstoffpreise von mehr als 40 bis zu 100 Prozent. Das sind letztlich Preissteigerungen, die in den Planungen nicht vorgesehen waren, die auch Experten nicht vorhersehen konnten“, erklärte Christof Günther von Infraleuna. Die Gesellschaft verweist zudem auf einen unmittelbaren Liquiditätsengpass: „Eine Fortführung des Betriebs außerhalb eines Insolvenzverfahrens sei nicht mehr möglich. Damit überstieg der Liquiditätsbedarf des Unternehmens die Planungen ‚sehr deutlich‘.“