Die Lehrergewerkschaft zeigt sich wenig beeindruckt vom "Plan Zukunft" von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) und wirft dem Minister vor, mehr auf Schlagzeilen als auf konkrete Inhalte zu setzen.
Kritik an mangelnden Details
Paul Kimberger, oberster Lehrergewerkschafter, übt scharfe Kritik an den Plänen des Bildungsministers: "Es wird mit pathetischen Worten Großes angekündigt - allerdings: Was Konzepte, Pläne für die Implementierung und Details angeht - Fehlanzeige." Ähnlich sei es schon bei Wiederkehrs Entbürokratisierungs-Initiative "Freiraum Schule" gewesen, meinte Kimberger.
"Da waren große Entlastungen angekündigt. Ähnlich kommt es mir beim Plan Zukunft vor - wir haben zahlreiche Überschriften, sonst wenig." Ein durchgängiges Konzept fehle bisher, was eine seriöse Beurteilung erschwere. Kimberger betont: "Das Stakkato der großen Ankündigungen bekommt eine immer höhere Frequenz. Es geht offenbar vor allem um die Schlagzeile und weniger um Details."
Skepsis gegenüber Umsetzung
Inhaltlich äußert Kimberger Zweifel an der Realisierbarkeit vieler Vorhaben. Bei der geplanten Reform der Elementarpädagogik etwa seien zwar einheitliche Qualitätsstandards wünschenswert, doch liege die Verantwortung dafür bei den Ländern: "Natürlich haben wir Verbesserungsbedarf bei der Elementarpädagogik und wären zum Beispiel einheitliche Qualitätsstandards wünschenswert. Das werden aber die Länder beantworten müssen."

