Die Vereinigung Cockpit (VC) hat für Donnerstag und Freitag einen weiteren Streik bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline angekündigt und gleichzeitig eine verbindliche Schlichtung zur Lösung der Tarifkonflikte vorgeschlagen.

## Streikankündigung und Schlichtungsangebot Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat erneut zu Arbeitsniederlegungen bei Lufthansa und ihren Tochterunternehmen aufgerufen. Der Streik soll am Donnerstag und Freitag stattfinden und betrifft sowohl den Passagier- als auch den Frachtverkehr. Die VC begründet die Maßnahme mit anhaltenden Unstimmigkeiten in den Tarifverhandlungen.

Gleichzeitig hat die Gewerkschaft eine verbindliche Schlichtung vorgeschlagen, um den Konflikt beizulegen. Lufthansa hat signalisiert, sich an dem Verfahren beteiligen zu wollen. Die Schlichtung soll Themen wie die betriebliche Altersvorsorge und Übergangsleistungen für Piloten abdecken, die das Unternehmen vor Erreichen des Rentenalters verlassen.

## Parallelstreik der Flugbegleiter Neben den Piloten streiken auch die Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen und ein soziales Tarifwerk. Die Gewerkschaft UFO, die die Flugbegleiter vertritt, hat die Arbeitsniederlegungen als notwendigen Schritt bezeichnet, um Druck auf die Unternehmensführung auszuüben.

Die parallelen Streiks könnten zu erheblichen Flugausfällen und Verspätungen führen, da sowohl das Cockpit- als auch das Kabinenpersonal betroffen sind. Lufthansa hat bereits angekündigt, Ersatzflugpläne zu erstellen, um die Auswirkungen auf die Passagiere zu minimieren.

## Hintergrund der Tarifkonflikte Die aktuellen Streiks sind der Höhepunkt monatelanger Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und Lufthansa. Die VC fordert unter anderem Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen und der Altersvorsorge für Piloten. Die Flugbegleiter setzen sich für eine soziale Absicherung und gerechtere Bezahlung ein.

Die Schlichtung, die nun von der VC vorgeschlagen wurde, könnte eine Möglichkeit sein, die festgefahrenen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Beide Seiten haben signalisiert, bereit zu sein, den Konflikt auf diesem Wege zu lösen. Sollte das Verfahren scheitern, drohen jedoch weitere Streiks und damit einhergehende Betriebsstörungen.

Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Schlichtungsgespräche erfolgreich verlaufen oder ob die Streiks wie angekündigt stattfinden werden. Passagiere werden gebeten, sich vor Reiseantritt über mögliche Änderungen im Flugplan zu informieren.