Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) plant bis 2029 zehn Milliarden Euro in den Zivil- und Katastrophenschutz zu investieren, doch Länder und Kommunen sehen erhebliche Lücken in den Plänen.
Der CSU-Politiker hatte am Dienstag angekündigt, den Zivil- und Katastrophenschutz angesichts der aktuellen Bedrohungslage deutlich zu stärken. "Die aktuelle Bedrohungslage erfordert nicht nur das Ausrüsten der Bundeswehr, sondern auch das Aufrüsten der zivilen Verteidigung und des Bevölkerungsschutzes", sagte Dobrindt.
Doch bereits kurz nach der Vorstellung der Pläne regt sich Widerstand aus den Ländern und Kommunen. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) kritisiert, die Länder seien nicht ausreichend eingebunden worden. "Wir hätten uns natürlich gern eingebracht. Wie man die zehn Milliarden, die jetzt im Raum stehen, einsetzt und was aus Länderperspektive notwendig ist."
Als Beispiele nennt Maier den Ausbau von Schutzräumen und die Modernisierung der Sireneninfrastruktur für die Bevölkerungswarnung. "Wir haben die Expertise hier vor Ort", betont der SPD-Politiker. "Da brauchen wir natürlich auch die Unterstützung des Bundes, um die Länder entsprechend auszustatten, sodass wir unsere Aufgaben im Bereich des Katastrophenschutzes wahrnehmen können."
