Die britische Labour-Partei hat bei den Kommunalwahlen in England schwere Verluste hinnehmen müssen, während gleichzeitig Dutzende Abgeordnete ihre Unterstützung für Parteichef Keir Starmer zurückziehen.
Bei den Kommunalwahlen in England hat Labour über 1.400 Mandate verloren. Mehr als 70 Labour-Abgeordnete zogen öffentlich ihre Unterstützung für Parteichef Keir Starmer zurück.
Die britische Labour-Partei hat bei den Kommunalwahlen in England schwere Verluste hinnehmen müssen, während gleichzeitig Dutzende Abgeordnete ihre Unterstützung für Parteichef Keir Starmer zurückziehen.
Labour büßte vergangene Woche bei den Kommunalwahlen in England über 1.400 Mandate in kommunalen Gremien ein. Die Niederlage gilt als schwerer Rückschlag für Starmer, der seit Jahren versucht, die Partei nach ihrer Wahlniederlage 2024 neu auszurichten. Die Ergebnisse deuten auf eine wachsende Unzufriedenheit der Wähler mit der Parteiführung hin.
Laut Sky und BBC entzogen mehr als 70 der gut 400 Labour-Abgeordneten, darunter viele Hinterbänkler, Starmer im Laufe des Montags öffentlich ihre Unterstützung. Die Rücktritte parlamentarischer Mitarbeiter verschärfen die Krise und werfen Fragen über die Zukunft des Parteivorsitzenden auf.
Im Kabinett herrscht offenbar Uneinigkeit über den weiteren Kurs. "Es gebe im Kabinett derzeit 'unterschiedliche Ansichten darüber, wie es weitergehen soll und was im besten Interesse von Partei und Land ist'", sagte ein Kabinettsminister dem "Guardian". Die internen Spannungen spiegeln die Unsicherheit wider, die nach den Wahlniederlagen entstanden ist.
Starmer reagierte auf die Kritik und räumte ein, dass es Zweifler gebe. "Er wisse, dass er Zweifler habe und diese von sich überzeugen müsse – 'und das werde ich', sagte er." Ob diese Zusage ausreicht, um die wachsende Rebellion innerhalb der Partei einzudämmen, bleibt unklar.
Die zurückgetretenen Abgeordneten hatten zuvor eine zentrale Rolle im politischen Betrieb gespielt. "Sie werden von Ministerinnen und Ministern ernannt und fungieren laut der Parlamentswebseite als deren 'Augen und Ohren' im Unterhaus." Der Verlust dieser Schlüsselpositionen könnte die Regierungsarbeit zusätzlich erschweren.
Die Labour-Partei steht damit vor einer ihrer größten Herausforderungen seit Jahren. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Starmer in der Lage ist, die Partei zu einen oder ob der Druck zu einem Führungswechsel führt.