Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat vor Journalisten ein umfassendes Reformpaket angekündigt, das sich am Modell der sozialistischen Marktwirtschaft Chinas und Vietnams orientiert und eine stärkere Beteiligung des Privatsektors vorsieht.
Die Reform sieht vor, bislang für private Akteure verbotene wirtschaftliche Tätigkeiten künftig zuzulassen. Díaz-Canel sprach von einem Umbau hin zu einer stärkeren Rolle des Privatsektors anstelle der bisher stark staatlich gelenkten Planwirtschaft. Konkrete Details, welche konkreten bisher untersagten Aktivitäten erlaubt werden sollen, nannte der Präsident allerdings nicht.
Im Agrarsektor sind im Rahmen des Reformpakets ebenfalls Veränderungen geplant. Auch eine Reform im Immobiliensektor ist vorgesehen. Damit greift die kubanische Regierung tief in zentrale Bereiche der bisherigen Planwirtschaft ein, um die seit Jahrzehnten bestehende Knappheit an Gütern und die wirtschaftliche Stagnation zu überwinden.
