Russlands Präsident Wladimir Putin ist nach Angaben des Kremls zu Verhandlungen mit europäischen Staaten bereit, erwartet jedoch eine Initiative der Europäischen Union.
Bereitschaft zu Dialog
Der Kreml hat bestätigt, dass Russland offen für einen Dialog mit Europa ist, diesen jedoch nicht selbst anstoßen wird. "Russland ist immer bereit für Gespräche, aber die EU hat den Kontakt nach Beginn des Krieges 2022 abgebrochen. Daher müssen sie den ersten Schritt machen", erklärte ein Kremlsprecher. Die Position Moskaus unterstreicht, dass die Bedingungen für neue Verhandlungen von der europäischen Seite ausgehen müssen.
Die Europäische Union bereitet sich derweil auf mögliche Gespräche mit Putin vor. EU-Ratspräsident António Costa sieht Potenzial für eine Wiederaufnahme des Dialogs. "Es gibt Raum für Verhandlungen, aber diese müssen auf klaren Grundlagen erfolgen", sagte Costa. Die EU habe zudem die Unterstützung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für mögliche Gespräche mit Russland.
EU in Vorbereitung
Die Europäische Union steht vor der Herausforderung, eine gemeinsame Position zu möglichen Verhandlungen mit Moskau zu entwickeln. Ein hochrangiger EU-Diplomat betonte, dass alle Gespräche im Einklang mit den Interessen der Ukraine stehen müssten. "Selenskyj hat signalisiert, dass er einer europäischen Vermittlung nicht im Wege stehen würde", hieß es aus Brüssel.
