König Charles empfängt Prinz Harry, Meghan und deren Kinder in Highgrove
London, 11. Juli 2026
File:Prince Harry arrives at the UK-Africa Investment Summit in London 20 January 2020 (49413820711).jpg: DFID - UK Department for International Development
derivative work: Minerva97 / Wikimedia Commons / CC BY 2.0
Kurzfassung
König Charles III. hat seinen Sohn Prinz Harry, dessen Frau Meghan sowie die Enkel Archie und Lilibet in seiner Residenz Highgrove in Gloucestershire empfangen. Es war das erste persönliche Treffen des Monarchen mit den beiden Kindern seit 2022 und wird vom Palast als private Familienangelegenheit beschrieben.
König Charles III. hat am Freitagnachmittag in seiner Residenz Highgrove in der englischen Grafschaft Gloucestershire seinen Sohn Prinz Harry, dessen Frau Meghan sowie die Enkelkinder Archie und Lilibet empfangen und damit erstmals seit 2022 wieder mit der Familie seines jüngsten Sohnes zusammengetroffen.
Das Treffen am Freitagnachmittag in Highgrove gilt als bemerkenswerter Schritt zur Annäherung innerhalb des britischen Königshauses. Wie die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf den Buckingham-Palast berichtete, waren bei der Begegnung neben Charles auch seine Frau Königin Camilla, Harry (41), Meghan (44) sowie die Kinder Archie (7) und Lilibet (5) anwesend. Der Palast bezeichnete die Zusammenkunft laut BBC als "private Familienangelegenheit".
Archie und Lilibet hatten ihren Grossvater demnach zuletzt im Jahr 2022 gesehen. Seither waren die beiden Kinder nicht mehr in Grossbritannien gewesen. Die Begegnung in Highgrove war daher die erste Gelegenheit für den Monarchen, seine Enkel seit dem Tod von Queen Elizabeth II. und dem damit verbundenen Bruch innerhalb der Familie wieder persönlich zu sehen.
Hintergrund des Bruchs
Der Besuch fiel in einen mehrtägigen Aufenthalt Harrys in Grossbritannien, der bereits am Montag in London begonnen hatte. Während dieses Aufenthalts hatte Harry seinen Vater nach Berichten bereits im September 2025 im Londoner Clarence House getroffen. Damals war allerdings noch unklar, ob es zu einem grösseren Familientreffen mit Meghan und den Kindern kommen würde.
Hintergrund der Annäherung ist der seit Jahren anhaltende Bruch zwischen Harry und der royalen Familie. Harry und Meghan hatten sich im Jahr 2020 von ihren royalen Pflichten losgesagt und waren in die Vereinigten Staaten gezogen. Seither belasten öffentliche Vorwürfe, mediale Auseinandersetzungen und Streitigkeiten über Sicherheitsfragen das Verhältnis zum Königshaus.
Im Jahr 2025 wies ein britisches Berufungsgericht zudem Harrys Einspruch gegen eine Entscheidung des Innenministeriums ab, wonach er und seine Familie bei Reisen nach Grossbritannien nicht mehr automatisch den gleichen polizeilichen Schutzstatus erhalten wie der übrige Teil der königlichen Familie. Diese Entscheidung hatte die Frage aufgeworfen, unter welchen Bedingungen ein Familienbesuch überhaupt stattfinden könnte.
Streit um Sicherheit und Unterbringung
Der Palast hatte laut britischen Medienberichten zeitweise sogar ein Angebot zurückgezogen, Harry während seines aktuellen Aufenthalts im Buckingham-Palast wohnen zu lassen. Über die Gründe für diese Entscheidung wurde in London spekuliert; offiziell äusserte sich der Palast dazu nicht. Stattdessen empfing Charles die Familie in Highgrove, seinem privaten Landsitz in Gloucestershire.
Das Treffen am Freitag fiel zeitlich mit einem anderen juristischen Rückschlag für Harry zusammen. Wie die BBC berichtete, verlor Harry am selben Tag seine letzte Klage im Kampf gegen die britische Boulevardpresse. Der Ausgang dieses Verfahrens könnte laut Berichten finanzielle Folgen in Millionenhöhe haben.
Juristische Rückschläge
Trotz dieser Belastungen beschrieben britische Medien die Begegnung in Highgrove als Zeichen der möglichen Aussöhnung. Es sei das erste Mal seit Jahren gewesen, dass Charles die Gelegenheit gehabt habe, mit beiden Enkeln persönlich Zeit zu verbringen. Beobachter werteten die Zusammenkunft als Versuch, die Gräben innerhalb der Familie zumindest teilweise zu überbrücken.
Die Rolle von Königin Camilla bei dem Treffen wurde in britischen Medienberichten besonders hervorgehoben. Camilla sei bei der Begegnung anwesend gewesen, hiess es unter Berufung auf den Buckingham-Palast. Damit habe auch die Stiefmutter von Harry an dem Familientreffen teilgenommen, was als weiteres Signal der Normalisierung gewertet wurde.
Für Harry und Meghan, die mit ihren Kindern in den USA leben, war die Reise nach Grossbritannien mit organisatorischen und sicherheitsrelevanten Fragen verbunden. Die Diskussion um den polizeilichen Schutzstatus der Familie hatte in den vergangenen Monaten wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Das Treffen in Highgrove fand nach Angaben des Palastes in privatem Rahmen statt.
Reaktionen in Grossbritannien
Die britische Öffentlichkeit reagierte auf die Nachricht vom Treffen mit grossem Interesse. In sozialen Medien und Tageszeitungen wurde das Wiedersehen zwischen Charles und seinen Enkeln als historisches Moment kommentiert. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass viele Fragen über die Zukunft der Beziehung zwischen Harry und dem Königshaus offen blieben.
Unklar blieb zunächst, wie lange Harry, Meghan und die Kinder in Grossbritannien bleiben werden. Der mehrtägige Besuch in London war ursprünglich als Anlass für verschiedene Termine angekündigt worden. Ob weitere Treffen mit anderen Mitgliedern der königlichen Familie stattfinden werden, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht bekannt.
Der Buckingham-Palast äusserte sich über den Inhalt des Treffens nicht weiter. Weder wurden Fotos noch Details zu den Gesprächsthemen veröffentlicht. Die Bezeichnung als "private Familienangelegenheit" deutet darauf hin, dass der Palast den Charakter der Begegnung bewusst von offiziellen Terminen abgrenzen wollte.
Insgesamt zeigt die Begegnung in Highgrove, dass es zwischen den verfeindeten Lagern der königlichen Familie zumindest punktuell wieder Annäherungsversuche gibt. Ob daraus eine dauerhafte Aussöhnung wird, bleibt offen. Klar ist, dass das Treffen für Archie und Lilibet die erste Begegnung mit ihrem Grossvater seit vier Jahren war.
Ausblick auf weitere Treffen
Die Berichterstattung über das Treffen wurde in Grossbritannien von einer Mischung aus Berichten über die juristischen Niederlagen Harrys und der Hoffnung auf eine familiäre Annäherung begleitet. Während einige Kommentatoren die Begegnung als positives Zeichen werteten, betonten andere die bestehenden Spannungen und ungelösten Konflikte.
Für die kommenden Tage wurde erwartet, dass Harry seinen Aufenthalt in Grossbritannien fortsetzt. Ob er dabei auch andere Mitglieder der königlichen Familie treffen wird, war zunächst unklar. Der Palast kündigte keine weiteren offiziellen Termine im Zusammenhang mit dem Besuch an.
Das Treffen in Highgrove markiert einen seltenen Moment der Öffentlichkeit in einer ansonsten von Distanz geprägten Beziehung. Dass ausgerechnet die Kinder im Mittelpunkt der Berichterstattung standen, unterstreicht die symbolische Bedeutung des Wiedersehens für die Zukunft der Familie.
Mit dem Treffen endete eine Phase, in der Harry und seine Familie dem britischen Königshaus räumlich und emotional fern gewesen waren. Die Frage, ob die Begegnung in Highgrove ein einmaliges Ereignis bleibt oder den Auftakt zu einer neuen Phase der Beziehung zwischen Harry und seinem Vater markiert, werden die kommenden Wochen zeigen.
Fragen & Antworten
Wer hat an dem Treffen in Highgrove teilgenommen?
Nach Angaben des Buckingham-Palasts empfing König Charles III. seinen Sohn Prinz Harry, dessen Frau Meghan sowie die Enkelkinder Archie und Lilibet. Auch Königin Camilla war bei der Begegnung anwesend.
Wann hatten Archie und Lilibet ihren Grossvater zuletzt gesehen?
Archie und Lilibet hatten König Charles demnach zuletzt im Jahr 2022 persönlich getroffen. Seither waren die beiden Kinder nicht mehr in Grossbritannien gewesen.
Wie hat der Palast das Treffen charakterisiert?
Der Buckingham-Palast bezeichnete die Zusammenkunft laut BBC als "private Familienangelegenheit". Offizielle Fotos oder Details zu den Gesprächsthemen wurden nicht veröffentlicht.
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