London, 06 Juli 2026
Rund um einen geplanten Heimatbesuch des britischen Prinzen Harry (41) in London ist ein Streit über ein Unterkunftsangebot des Buckingham-Palastes entstanden.
Ein Sprecher des Prinzen erklärte laut BBC, das Angebot, während des Aufenthalts in einer royalen Residenz zu wohnen, sei zunächst formell angenommen, dann aber im letzten Moment wieder zurückgezogen worden. Der Vorgang sei "enttäuschend". Es sei "unklar, warum das Unterkunftsangebot, nachdem es formell angenommen worden war, nun im letzten Moment zurückgezogen wurde", behauptete der Sprecher demnach.
Aus dem Umfeld des Palastes heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dagegen, der 41-Jährige habe eine entsprechende Frist für das Angebot nicht beachtet. Ein Aufenthalt in einer Residenz des Palastes sei deshalb nicht möglich. Beide Seiten schildern den Ablauf damit grundlegend unterschiedlich.
Hintergrund: Royaler Rückzug im Jahr 2020
Ursprünglich plante der Prinz, auch seine Frau Meghan (44) und die beiden Kinder Archie (7) und Lilibet (5) nach London mitzunehmen. Der Familie war demnach für den Aufenthalt eine royale Residenz angeboten worden, in der sie wohnen sollte.
Die Episode fällt in eine Phase, in der Harry wiederholt kurzfristige Reisen nach Großbritannien unternommen hat, ohne dass eine dauerhafte Versöhnung mit der königlichen Familie absehbar ist. Beobachter werten den Vorgang als weiteres Zeichen für das angespannte Verhältnis zwischen dem Prinzen und dem Palast.
Harry und Meghan hatten sich im Jahr 2020 von ihren royalen Pflichten losgesagt und waren anschließend in die Vereinigten Staaten gezogen. Seither sind Treffen mit der Königsfamilie selten und werden von beiden Seiten zurückhaltend kommuniziert.
Reaktionen und offene Fragen
Die BBC berichtet, dass die Diskrepanz zwischen der Darstellung des Prinzen und jener des Palastes die grundsätzliche Frage aufwirft, auf welchem Weg künftige Besuche koordiniert werden sollen. Ein Sprecher des Buckingham-Palastes äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu den neuen Vorwürfen.
Unklar ist auch, wie sich die jüngsten Berichte auf den anstehenden Besuch auswirken. Sollte der Prinz die Reise antreten, müsste kurzfristig eine alternative Unterkunft organisiert werden, etwa bei Freunden, Verwandten oder in einem Hotel. Das ursprüngliche Programm mit gemeinsamen Auftritten der Familie gilt vorerst als offen.
Ein direkter Anlass für den geplanten Trip wird in den Berichten nicht genannt. Aus dem Umfeld des Prinzen hieß es lediglich, es habe sich um einen privaten Besuch handeln sollen, bei dem auch die Kinder ihre Großeltern hätten sehen können.
Ausblick auf den geplanten Besuch
Die britische Öffentlichkeit verfolgt die Berichte mit großem Interesse, da vergleichbare Reibereien zwischen dem Palast und dem Prinzen in den vergangenen Jahren mehrfach für Schlagzeilen gesorgt hatten. Eine Stellungnahme von König Charles oder anderen Mitgliedern der Kernfamilie steht bisher aus.
