Die Bundesregierung aus Union und SPD hat in der Nacht auf Donnerstag ein Reformpaket beschlossen, das es den Bundesländern per Bundesgesetz untersagen soll, private Mietwohnungsbestände durch Vergesellschaftungsgesetze zu verstaatlichen; Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, die Koalition werde ein entsprechendes Gesetz verabschieden.
Was die Koalition beschlossen hat
Im Zentrum des Beschlusses steht eine Klausel im Koalitionsvertrag, die festlegt: "Um den privaten Wohnungsbau nicht zu gefährden, wird durch Bundesgesetz geregelt, dass die Verstaatlichung privater Mietwohnungsbestände durch Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene nicht mehr möglich ist." Damit reagieren Union und SPD unmittelbar auf das Berliner Rahmengesetz, das im März vom Abgeordnetenhaus verabschiedet wurde und grundsätzlich die Enteignung beziehungsweise Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen ermöglicht.
