Der menschengemachte Klimawandel hat die extremen Feuerbedingungen, die in dieser Woche verheerende Waldbrände in Spanien und Frankreich ausgelöst haben, laut zwei neuen Studien rund 20-mal wahrscheinlicher gemacht.
Die am Donnerstag veröffentlichten Untersuchungen der Organisation World Weather Attribution (WWA) mit Sitz am Imperial College London kommen zu dem Schluss, dass die Erderwärmung die Häufigkeit solcher extremen Brandbedingungen in Südeuropa in den vergangenen acht Jahren massiv erhöht hat. Demnach ist die Waldbrand-Saison auf der Iberischen Halbinsel und in Südfrankreich infolge des Klimawandels deutlich intensiver und länger geworden.
Für Spanien berechneten die Forscherinnen und Forscher, dass ein Feuerwetter-Extrem wie das der aktuellen Brände durch den vom Menschen verursachten Klimawandel etwa um den Faktor 20 wahrscheinlicher wurde. Für Südfrankreich lag der Faktor demnach bei rund 6. Die Brände in Zentralspanien hatten zuletzt großflächig Land und Ortschaften erfasst und Tausende Menschen in die Flucht getrieben.
