Zwei Kinder sind am Dienstag in Hochseilgärten in Niederösterreich verletzt worden: In Mönichkirchen (Bezirk Neunkirchen) kollidierte ein achtjähriger Bub auf einer Stahlseilrutsche mit seinem Vater, in Gänserndorf stürzte ein neunjähriges Mädchen rund vier Meter in die Tiefe.

Zwei Vorfälle innerhalb eines Tages

Wie die Polizei in einer Presseaussendung am Dienstag mitteilte, ereigneten sich die beiden Vorfälle in Klettergärten in Niederösterreich. Verletzt wurden ein achtjähriger Bub und ein neunjähriges Mädchen. Beide Unfälle liefen nach ersten Ermittlungen anders ab als geplant.

Den Angaben der Polizei zufolge war der Bub in Mönichkirchen am frühen Abend mit einer Stahlseilrutsche unterwegs. Er habe sich demnach noch nicht vom Sicherungssystem gelöst, als sein Vater ihm folgte. Durch die Bewegung des Seils sei der Achtjährige in Richtung des Mannes gerutscht und bei der Kollision schwer verletzt worden.

Der schwer verletzte Bub wurde in das Spital Wiener Neustadt gebracht. Über die genaue Art seiner Verletzungen wurde zunächst nichts Näheres bekannt. Die Polizei betonte, dass es sich um einen Unfall handle und wies auf laufende Ermittlungen hin.

Unfallhergang in Mönichkirchen

Der zweite Unfall ereignete sich laut Polizei am späten Nachmittag in Gänserndorf. Ein neunjähriges Mädchen war demnach gemeinsam mit seiner Mutter in einem Hochseilgarten unterwegs. Am Ende eines Parcours habe sich das Mädchen vom Sicherungssystem gelöst und versucht, über das Notfallseil statt über die Seilrutsche den Boden zu erreichen.

Dabei habe das Mädchen offenbar die Kraft verloren, hieß es in der Presseaussendung. In der Folge stürzte die Neunjährige aus einer Höhe von rund vier Metern ab. Rettungskräfte wurden alarmiert.

Sturz in Gänserndorf

Die Verletzungen des Mädchens wurden als schwer beschrieben. Der Rettungshubschrauber "Christophorus 9" brachte die Neunjährige in das Klinik Donaustadt in Wien. Auch hier wurden zunächst keine näheren Angaben zum Zustand des Kindes gemacht.

Die Polizei wies darauf hin, dass die Ermittlungen zu beiden Vorfällen noch laufen. Es sei zu prüfen, ob die Sicherheitsvorkehrungen in den jeweiligen Anlagen ordnungsgemäß funktioniert hätten und ob die Abläufe den Vorgaben der Betreiber entsprachen.

Ermittlungen laufen

Nach dem Stand vom Dienstag wurden keine Hinweise auf ein Fremdverschulden bekannt. Beide Kinder befanden sich zum Zeitpunkt der Unfälle in Begleitung eines Elternteils. Die Behörden kündigten weitere Informationen an, sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind.

Hochseilgärten erfreuen sich in Niederösterreich großer Beliebtheit und werden in den Sommermonaten häufig von Familien besucht. Die Vorfälle werfen die Frage auf, wie Kinder in solchen Anlagen zusätzlich geschützt werden können – insbesondere dann, wenn sie sich am Ende eines Parcours selbst aus der Sicherung lösen.

Unfallereignisse wie diese werden in Österreich regelmäßig von der Polizei dokumentiert. Sie dienen als Grundlage für Sicherheitsempfehlungen und für die laufende Überprüfung von Seil- und Kletteranlagen durch die zuständigen Behörden.