Poel, Mecklenburg-Vorpommern, 22. April 2026
Ein rund zwölf Meter langer Wal, der in der Bucht der kleinen Ostsee-Insel Poel gestrandet ist, hat sich über Nacht nicht von der Stelle bewegt, zeigt aber weiterhin Lebenszeichen.
Aktuelle Lage des Wals
Auf Livestreams im Internet ist zu sehen, wie sich der Rücken des Tiers bewegt und der Wal atmet. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie bestätigte am Morgen, dass der Wasserstand aktuell 20 Zentimeter unter dem normalen Niveau liege. Diese Bedingungen erschweren die Rettungsbemühungen, da der Wal ohne ausreichenden Wasserstand nicht freikommen kann.
Gegen 12.00 Uhr soll der Wasserstand nach Vorhersagen um etwa 15 Zentimeter steigen, bevor er gegen Abend wieder um rund 15 Zentimeter sinken wird. Diese Schwankungen sind für das Wal-Retter-Team entscheidend, um den richtigen Zeitpunkt für mögliche Rettungsaktionen zu bestimmen.
Herausforderungen für die Rettung
Das Bundesamt für Seeschifffahrt betont, dass die Gezeiten und der niedrige Wasserstand die größten Hindernisse darstellen. Die Bucht der kleinen Ostsee-Insel Poel ist bekannt für ihre flachen Gewässer, was die Situation für den gestrandeten Wal zusätzlich verschärft.
Das Wal-Retter-Team, das seit Stunden vor Ort ist, überwacht die Vitalfunktionen des Tieres und bereitet sich auf mögliche Maßnahmen vor. Ibrahim Kayed, einer der beteiligten Experten, erklärte: „Die nächsten Stunden sind entscheidend. Wir hoffen, dass der steigende Wasserstand uns eine Chance gibt.“

