Ein vor der Insel Poel gestrandeter Buckelwal wird frühestens am Sonntag geborgen und zurück ins tiefere Fahrwasser gebracht.

Baggerarbeiten schreiten voran

Bis Samstagfrüh soll eine 110 Meter lange, 10 Meter breite und 2 Meter tiefe Rinne vom Liegeplatz des Wals zum tiefen Fahrwasser geschaffen werden. Dies bestätigte Fred Babbel, der mit den Baggerarbeiten beauftragte Unternehmer, am Donnerstagabend. Bereits 40 Meter der Rinne seien fertiggestellt, weitere 40 Meter sollen am Freitag folgen.

Die Rinne ist entscheidend, um den Wal sicher ins tiefere Wasser zu transportieren. Dabei kommt ein spezieller Lastkahn zum Einsatz, der etwa 15 Meter breit ist und absenkbar ist. Der Kahn kann nicht selbstständig fahren, sondern wird von Schleppern gezogen.

Koordination zwischen Behörden und Rettungsteams

Das Umweltministerium hat den Plan für die Rettungsaktion genehmigt. Karin Walter-Mommert, Sprecherin des Ministeriums, betonte die enge Zusammenarbeit mit lokalen Rettungsinitiativen. Walter Gunz, Leiter einer der beteiligten Rettungsorganisationen, verwies auf die Herausforderungen, die der Strandungsort in der Ostsee mit sich bringt.

Der Buckelwal, der normalerweise im Atlantik beheimatet ist, war in die Ostsee verirrt. Experten vermuten, dass das Tier aufgrund von Navigationsfehlern oder veränderten Strömungen in das flachere Gewässer gelangte. Die Rettungsaktion ist komplex, da der Wal in einem sensiblen Ökosystem strandete, das zusätzlichen Schutz erfordert.