Kalshi schließt Santos wegen Insiderhandels auf | nachrichten360
Kalshi schließt George Santos vom Prognosemarkt aus wegen mutmaßlichen Insiderhandels bei Vertrag über Anwesenheit bei der State of the Union
NEW YORK, 31. August 2026
U.S. House Office of Photography / Wikimedia Commons / Public domain
Kurzfassung
Der Prognosemarkt-Betreiber Kalshi hat George Santos von seiner Plattform ausgeschlossen, nachdem sein Compliance-Team hinreichende Gründe dafür fand, dass er mit Insiderinformationen im Zusammenhang mit der Anwesenheit bei der State of the Union gehandelt hat. Das Unternehmen erklärte, Santos habe 17.839 US-Dollar durch die strittigen Geschäfte verdient – der bislang prominenteste Fall von politischem Insiderhandel auf einem Prognosemarkt.
Der Prognosemarkt-Betreiber Kalshi hat George Santos dauerhaft von seiner Plattform ausgeschlossen und erklärt, seine Compliance-Abteilung habe hinreichende Gründe dafür gefunden, dass er beim Handel mit einem Vertrag über die Anwesenheit bei der State of the Union Insiderinformationen verwendet habe.
Kalshi gab den Ausschluss bekannt, nachdem eine interne Prüfung zu dem Schluss gekommen war, dass Santos wahrscheinlich auf der Grundlage nicht öffentlicher Informationen gehandelt hatte. Das Unternehmen erklärte, sein Konto habe aus den strittigen Geschäften einen Gewinn von 17.839 US-Dollar realisiert. Nach den Markt-Regeln von Kalshi werden Konten, bei denen festgestellt wird, dass sie mit Insiderinformationen gehandelt haben, von der Plattform entfernt und offene Positionen glattgestellt.
Der strittige Vertrag bezog sich nach Angaben von mit der Sache vertrauten Personen darauf, ob Santos selbst an der State of the Union teilnehmen würde. Da die Teilnahme ein Umstand war, den er persönlich kontrollierte, bewertete Kalshis Compliance-Team den Handel als klassischen Fall von Insiderhandel auf einem Markt, den der Teilnehmer beeinflussen konnte. Das Unternehmen informierte Santos diese Woche über die Entscheidung und erklärte, es habe die Akte an die zuständigen Aufsichtsbehörden weitergeleitet.
Wie Kalshi den Fall aufgebaut hat
Der Vorfall ist das bislang prominenteste Beispiel für Insiderhandel auf einem politischen Prognosemarkt – einer neu entstehenden Klasse von Ereigniskontrakten, die es Nutzern ermöglichen, auf den Ausgang von Wahlen, politischen Entscheidungen und zeremoniellen Anlässen zu wetten. Aufsichtsbehörden warnen seit Monaten, dass politische Märkte anfällig für Manipulation durch Kandidaten und Mitarbeiter sind, die über wesentliche nicht öffentliche Informationen verfügen, und mehrere Plattformen haben als Reaktion strengere Handelsüberwachungssysteme eingeführt.
Eine zweite Gesetzgeberin, die republikanische Kongresskandidatin aus North Carolina, Laurie Buckhout, räumte in einer Erklärung gegenüber CNN separat ein, sie habe auf ihre eigene Kampagne gewettet, und bezeichnete dies als einen "dumb mistake". Buckhout sagte, sie habe die Polymarket-Plattform genutzt, um Positionen zum Ausgang ihrer Vorwahl einzugehen. Ihr Geständnis folgte auf Berichte, wonach mehrere amtierende Kongressabgeordnete ebenfalls kleine Wetten auf politischen Märkten platziert hatten, die mit Ereignissen verknüpft waren, an denen sie unmittelbar beteiligt waren.
Eine zweite Gesetzgeberin gibt Handel im eigenen Rennen zu
Die beiden Fälle haben die Prüfung von Prognosemärkten verschärft, just zu einem Zeitpunkt, an dem die Branche auf eine dauerhafte bundesstaatliche Regulierung drängt. Branchenvertreter argumentieren, dass Ereigniskontrakte ein legitimes Finanzprodukt seien, das privaten Händlern ein Engagement an realen Ausgängen ermögliche, während Kritiker sagen, dass politische Märkte besonders anfällig für Selbstbegünstigung seien. Kalshi, das von der Commodity Futures Trading Commission reguliert wird, hat erklärt, es kooperiere mit Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden und melde verdächtige Aktivitäten wie vorgeschrieben.
Santos reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Eine ihm nahestehende Person erklärte, er bestreite die Feststellung von Kalshi und prüfe seine rechtlichen Möglichkeiten, einschließlich der Frage, ob er eine Überprüfung der Kontoschließung durch ein Schiedsverfahren anstreben werde. Santos war zuvor in einem separaten, nicht mit Prognosemärkten zusammenhängenden Fall mit bundesstaatlichen Strafanzeigen konfrontiert worden.
Breiterer Druck auf Prognosemärkte
Das Unternehmen hat nicht bekannt gegeben, ob es die Handelshistorie von Santos an das Justizministerium oder die CFTC weiterleiten wird. Compliance-Experten sagen, die übliche Schwelle für eine strafrechtliche Insiderhandels-Übermittlung sei der Nachweis, dass der Händler wusste, dass die Information nicht öffentlich war, und bewusst danach handelte – eine Hürde, die Kalshis öffentliche Stellungnahme nahelegt, dass das Unternehmen diese als erfüllt ansieht.
Betreiber politischer Märkte sehen sich erneuertem Druck von Gesetzgebern beider Parteien ausgesetzt, die argumentieren, dass Kongressabgeordnete und Kandidaten kategorisch vom Handel mit Verträgen ausgeschlossen werden sollten, die mit ihren eigenen Kampagnen oder Amtshandlungen verknüpft sind. Ein überparteilicher Brief, der earlier this year an die CFTC gesandt wurde, forderte die Behörde auf, klarzustellen, dass solche Geschäfte einen Interessenkonflikt darstellten, selbst wenn sie außerhalb der bestehenden wertpapierrechtlichen Definitionen von Insiderhandel fielen.
Fragen & Antworten
What did Kalshi accuse George Santos of doing?
Kalshi said its compliance team found reasonable grounds to believe Santos used insider information to trade a contract tied to whether he would attend the State of the Union, earning $17,839 in the process.
Who is Laurie Buckhout and what did she admit?
Buckhout is the Republican congressional candidate in North Carolina who told CNN she had bet on her own campaign on Polymarket, calling it a "dumb mistake."
Could Santos face criminal charges over the Kalshi trades?
Kalshi has not said publicly whether it will refer the file to the Department of Justice or the Commodity Futures Trading Commission, though the company has indicated it cooperates with law-enforcement inquiries.