Gericht entscheidet, dass Bundesstaaten | nachrichten360
Berufungsgericht erlaubt Nevada, Kalshi-Prognosemärkte als Glücksspiel zu regulieren
San Francisco, 28. August 2026
AI-generated image (z-image via Kie.ai)
Kurzfassung
Ein Bundesberufungsgericht hat Nevada im Streit mit dem Prognosemarkt-Betreiber Kalshi beigepflichtet und dem Bundesstaat erlaubt, eine Glücksspiellizenz zu verlangen. Die Entscheidung bedeutet, dass Kalshi den Sport- und Wahlhandel in Nevada nicht wiederaufnehmen kann, solange das Berufungsverfahren läuft.
Ein Panel eines Bundesberufungsgerichts hat am Freitag Kalshis Antrag abgelehnt, den Sport- und Wahlhandel in Nevada wiederaufzunehmen, und Nevadas Vorgehen zugelassen, die Prognosemarkt-Plattform während der Berufung des Unternehmens als Glücksspiel zu regulieren.
Das aus drei Richtern bestehende Panel des 3. U.S. Circuit Court of Appeals mit Sitz in Philadelphia wies Kalshis Antrag auf eine einstweilige Aussetzung zurück, während das Unternehmen gegen die Anordnung eines Nevada-Regulierers vorgeht, wonach das Unternehmen vor dem Angebot von ereignisbasierten Kontrakten eine staatliche Glücksspiellizenz erwerben muss. Die Entscheidung hält eine vorherige Gerichtsentscheidung aufrecht, die die Durchsetzungsmaßnahme Nevadas weiterlaufen ließ.
Nevadas Glücksspielregulierer hatten argumentiert, dass Kalshis Sport- und Wahlmärkte als Wetten auf ungewisse Ausgänge funktionieren und unter die Glücksspielgesetze des Bundesstaates fallen sollten. Kalshi erwiderte, seine Produkte seien Swaps, die an einer bundesweit regulierten Börse gehandelt würden, und dass die Commodity Futures Trading Commission – nicht die Landesbehörden – dafür zuständig sei.
Marc Levy, ein Anwalt von Kalshi, sagte Reportern nach der Anhörung, das Unternehmen sei von der Entscheidung des Panels enttäuscht und wolle seinen Fall weiterverfolgen. "We believe that the CFTC's exclusive jurisdiction over our exchange supersedes state gaming laws," sagte Levy laut Associated Press.
Warum Kalshi vor Gericht zog
Die Zusammensetzung des Panels sorgte sofort für Aufmerksamkeit: Alle drei Richter wurden von Präsident Trump ernannt. Kalshi hatte auf die politischen Verbindungen der Panelmitglieder verwiesen, als es deren Befangenheit geltend machen wollte, mit dem Argument, dass die Kontrakte des Unternehmens Märkte umfassten, die an Wahlen gekoppelt seien, an denen Trump ein finanzielles Interesse habe.
Kalshi ist einer von mehreren Prognosemarkt-Betreibern, die stark gewachsen sind, indem sie Nutzern den Handel mit Kontrakten auf die Ausgänge von Sportereignissen, politischen Wettkämpfen und anderen Fragen ermöglichen. Zu den Wettbewerbern gehört Polymarket, das außerhalb der USA für die meisten Privatkunden tätig ist und mit eigenen regulatorischen Prüfungen konfrontiert wurde.
Nevadas Haltung spiegelt die anderer Bundesstaaten wider, die gegen Prognosemärkte vorgegangen sind. Auch die Glücksspielregulierer in New Jersey haben ihre Zuständigkeit für den Handel mit Ereigniskontrakten beansprucht, parallele Verfahren eingeleitet und signalisiert, dass der Druck mehrerer Bundesstaaten auf Plattformen wie Kalshi wahrscheinlich nicht nachlassen wird.
Wie es im Berufungsverfahren weitergeht
Die Entscheidung des 3. Circuit klärt nicht die zugrundeliegende Rechtsfrage, ob Prognosemärkte Swaps, Derivate oder Wetten sind. Diese Frage wird im eigentlichen Berufungsverfahren behandelt, in dem Kalshi die Möglichkeit haben wird, seine Argumente in der Sache vorzutragen und im Falle einer Niederlage eine Überprüfung durch den U.S. Supreme Court zu beantragen.
Für Kalshi besteht die praktische Auswirkung darin, dass seine Sport- und Wahlprodukte den Nutzern in Nevada – einem der größten Märkte des Unternehmens – während der gesamten Dauer des Verfahrens weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Das Unternehmen bietet andere Vertragskategorien anderswo in den Vereinigten Staaten weiterhin an, während der Fall läuft.
Branchenanalysten sagten, die Entscheidung könnte weitere Bundesstaaten dazu ermutigen, Durchsetzungsmaßnahmen gegen Prognosemarkt-Betreiber einzuleiten, und Kalshi dazu veranlassen, Gespräche mit Regulierern über mögliche Lizenzierungsvereinbarungen zu beschleunigen. Mehrere Plattformen haben bereits angesichts des rechtlichen Drucks Genehmigungen in den einzelnen Bundesstaaten beantragt.
Breitere Auswirkungen auf Prognosemärkte
Die Commodity Futures Trading Commission hat ereignisbasierte Kontrakte bisher eher permissiv behandelt, aber signalisiert, dass sie die Streitigkeiten auf Bundesstaatsebene beobachtet. Mitarbeiter der Behörde sagten, die Entscheidung des 3. Circuit werde die Haltung der CFTC kurzfristig nicht ändern, könne aber in künftige Regelungen zu Prognosemärkten einfließen.
Kalshi hat nicht angekündigt, ob es eine einstweilige Verfügung beim gesamten 3. Circuit oder beim Supreme Court beantragen wird. Die nächste vorgesehene Einreichung in dem Fall ist ein Schriftsatz zur Hauptsache, der voraussichtlich bis Anfang 2027 andauern wird.
Der Streit wird von anderen Prognosemarkt-Plattformen, von Sportligen, die sich über die Integritätsrisiken des Ereignishandels beschwert haben, sowie von staatlichen Glücksspielregulierern aufmerksam verfolgt, die den Fall als Test für ihre Zuständigkeit über das sehen, was sie als eine neue Form des Glücksspiels betrachten.
Fragen & Antworten
Was hat das Bundesberufungsgericht über Kalshi in Nevada entschieden?
Ein Panel des 3. Circuit lehnte es ab, Kalshi die Wiederaufnahme des Sport- und Wahlhandels in Nevada zu gestatten, während das Unternehmen gegen eine staatliche Anordnung Berufung einlegt, die den Erwerb einer Glücksspiellizenz verlangt.
Wer sind die Richter des Panels und wie wurden sie ernannt?
Die drei Richter des Panels wurden alle von Präsident Trump ernannt – ein Detail, das Kalshi anführte, als es deren Befangenheit geltend machen wollte.
Welche anderen Bundesstaaten gehen gegen Prognosemärkte vor?
Auch die Glücksspielregulierer in New Jersey haben ihre Zuständigkeit für den Handel mit Ereigniskontrakten beansprucht und parallel zu Nevada Durchsetzungsmaßnahmen gegen Plattformen wie Kalshi eingeleitet.