Mehr als zwei Wochen nach seinem Tod hat am Samstag die Bergung des Buckelwal-Kadavers namens „Timmy“ auf der dänischen Ostseeinsel Anholt begonnen.
Ein Livestream des Senders „News5“ zeigte, wie ein Fahrzeug den Walkadaver mit einem Seil aus dem flachen Wasser auf den Strand zog. Dabei hinterließ das tonnenschwere Tier eine tiefe Furche im Sand.
Die Umweltschutzbehörde hatte Anwohner und Badende zuvor eindringlich davor gewarnt, sich dem Wal zu nähern. Es bestehe Infektionsgefahr, zudem sei der Kadaver durch Verwesungsgase stark aufgebläht und berge die Gefahr einer Explosion.
Der tote Wal trieb wochenlang im Wasser vor der Ferieninsel, die nur knapp 130 Einwohner zählt. Dänische Behörden hatten zuvor vergeblich versucht, das Tier in tieferes Wasser zu schleppen, um es in einen Hafen zu bringen.
Der Kadaver liegt ausgerechnet am beliebtesten und am leichtesten zugänglichen Strand der Insel. Inselbewohner fürchten, dass das stinkende und möglicherweise krankheitsübertragende Tier Urlauber abschrecken könnte.
Sorge der Inselbewohner
„Wenn er liegenbleibt und noch stärker stinkt, wird das zum Problem für unsere Sommergäste und den Campingplatz“, sagte Matthias Vanman. Hanne Skov, die seit über 30 Jahren ihre Sommer auf dem Campingplatz nahe dem Strand verbringt, ergänzte: „Das größte Problem ist, dass so ein Kadaver alles verschmutzt.“
