Moskau, 10 August 2026
Ein russisches Gericht hat die liberale Oppositionspartei Jabloko von der Teilnahme an der Parlamentswahl ausgeschlossen und damit die älteste demokratische Oppositionsbewegung des Landes aus dem Rennen genommen.
Die Entscheidung fiel am Montag in Moskau und betrifft eine der bekanntesten oppositionellen Parteien Russlands. Jabloko durfte nicht zur Wahl antreten, weil die Partei nach Darstellung der Richterin den "Interessen des Staates" entgegenstehe, wie russische Medien berichten. Kritiker werten das Urteil als politisch motiviert.
Parteichef Nikolai Rybakow trat noch am Abend vor die Anhänger und nannte das Vorgehen einen "historischen Prozess". Er betonte, Jabloko habe sich stets für einen friedlichen Wandel in Russland eingesetzt und werde sich nicht einschüchtern lassen. Die Botschaft richtete sich vor allem an die Mitglieder und Sympathisanten außerhalb Russlands.
