Das israelische Parlament hat am Mittwoch ein umstrittenes Mediengesetz gebilligt, das den Weg für eine neue Medienbehörde mit deutlich größerem Regierungseinfluss auf Personalentscheidungen ebnet.
Die Knesset verabschiedete das Gesetz nach Angaben der Nachrichtenagentur APA in einem Eilverfahren. Wie APA weiter berichtete, "beschließt die Regierungskoalition derzeit mehrere umstrittene Vorhaben im Eilverfahren", weil sich das Parlament vor der für den 27. Oktober 2026 geplanten Neuwahl am Freitag auflösen wird. Die Verkürzung der parlamentarischen Beratungsfristen hatte in den vergangenen Tagen bereits die oppositionelle Kritik verschärft.
Das neue Gesetz sieht laut APA eine neue Medienbehörde vor, "bei der die Regierung einen deutlich größeren Einfluss auf die Besetzung erhält". Bisher unterlag der israelische Mediensektor einer stärkeren Regulierung. Kommunikationsminister Schlomo Karhi begründete den Schritt mit dem Ziel, den Sektor zu liberalisieren: "Laut Kommunikationsminister Schlomo Karhi soll die Reform den bisher regulierten Sektor durch den Abbau von Bürokratie liberalisieren und den Wettbewerb stärken."
