Der iranische Rial ist auf dem freien Markt auf ein historisches Tief gefallen: Erstmals wurde ein Euro zu drei Millionen Rial gehandelt.
Hintergrund: Ein Jahrzehnt der Abwertung
Der iranische Rial hat am Freitag auf dem freien Markt einen historischen Tiefstand erreicht. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Wechselstuben in Teheran berichtete, stieg der Wechselkurs für einen Euro erstmals auf die historische Marke von drei Millionen Rial. Die Landeswährung verliert seit Jahren massiv an Wert, der aktuelle Sprung markiert jedoch einen neuen Rekord in der jüngeren iranischen Wirtschaftsgeschichte.
Schon zuvor hatte der Rial im Verlauf des Jahres 2026 deutlich an Boden verloren. Beobachter führen die anhaltende Schwäche auf eine Kombination aus internationalen Sanktionen, einer schwachen inländischen Produktion und einer politischen Isolation des Landes zurück. Die iranische Notenbank hatte in den vergangenen Monaten mehrfach versucht, durch Devisenmarktinterventionen und restriktivere Kontrollen gegenzuhalten, konnte den Abwärtstrend bislang aber nicht stoppen.
