Iran hat erstmals Einnahmen aus Mautgebühren für Schiffe erhalten, die die Straße von Hormus passieren. Dies bestätigten zwei unabhängige Quellen gegenüber Nachrichtenagenturen. Die strategisch wichtige Meerenge ist seit Ende Februar durch das iranische Militär blockiert, nachdem der Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran eskalierte.

Blockade und wirtschaftliche Folgen

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas weltweit. Schätzungen zufolge wird etwa ein Fünftel des globalen Transports dieser Rohstoffe durch die Meerenge geleitet. Seit der Blockade durch Iran im Februar 2026 ist der Schiffsverkehr stark eingeschränkt. Die nun erhobenen Mautgebühren markieren eine neue Eskalationsstufe in der bereits angespannten Lage.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass die Einnahmen aus den Gebühren direkt an die staatlichen Kassen fließen. Details zur Höhe der Maut oder zur Anzahl der betroffenen Schiffe wurden nicht genannt. Die Blockade hat bereits zu erheblichen Lieferengpässen auf den globalen Energiemärkten geführt, was die Preise für Öl und Gas in die Höhe getrieben hat.

Internationale Reaktionen erwartet

Die Entscheidung Teherans, Mautgebühren zu erheben, dürfte international auf Kritik stoßen. Die USA und ihre Verbündeten haben die Blockade der Straße von Hormus bereits als völkerrechtswidrig verurteilt. Die neue Entwicklung könnte weitere Sanktionen oder diplomatische Maßnahmen nach sich ziehen.