Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi hat bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington den vollständigen Abzug des US-Militärs aus dem Irak bis zum 30. September angekündigt.
Das Datum gilt als politische Zäsur: Weniger als drei Monate nach dem Treffen im Weißen Haus soll kein US-Soldat mehr im Irak stationiert sein. Der Zeitstrahln bestätigt einen seit Jahren diskutierten Schritt, wie amtliche Quellen in Washington und Bagdad mitteilen. Al-Saidi sprach von einer "wichtigen Entscheidung" für die Souveränität seines Landes.
Ausgangspunkt war 2003, als die USA in den Irak einmarschierten. Der Militäreinsatz führte zum Sturz des damaligen Machthabers Saddam Hussein. Zeitweise waren mehr als 160.000 US-Soldaten im Irak stationiert. Nach ihrem Abzug 2011 blieb nur ein kleines Truppenkontingent zurück, das mit dem Kampf gegen den IS aber wieder erhöht wurde.
