Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge sechs Handelsschiffe in der Meerenge Bab al-Mandab im Rahmen ihrer angekündigten "Blockade" zur Umkehr gezwungen.
Lage in der Meerenge
Wie die Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf die Miliz meldet, haben in den vergangenen Stunden sechs Handelsschiffe abgedreht und ihre geplante Route verlassen. Innerhalb von 24 Stunden seien sechs Schiffe nach Warnungen der Huthi umgekehrt, berichtete Saba. Die Nachrichtenagentur berichtete auch nicht, wo genau die Schiffe mutmaßlich umkehrten. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
Die Huthi kontrollieren im Jemen vor allem den Norden und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Die dortige Zufahrt zum Suez-Kanal zählt zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen für den weltweiten Handel. Internationale Reedereien mieden demnach die Meerenge Bab al-Mandab. Von den Küstenpositionen aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen.
