Hund Sigi nach Kreuzotter-Biss per Hubschrauber aus alpinem Gelände gerettet
Ebensee, 06. Juli 2026
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Kurzfassung
Bei einer Wanderung im Bezirk Gmunden wurde ein Mischlingshund von einer Kreuzotter gebissen und konnte nicht mehr weiterlaufen. Die Besitzer alarmierten die Rettung, der Polizeihubschrauber "Libelle" flog den rund 35 Kilogramm schweren Hund ins Tal. Nach tierärztlicher Behandlung zeigte sich das Tier stabil.
Ein 63-jähriger Mann aus dem Bezirk Gmunden und seine Frau mussten am Samstag ihren Mischlingshund Sigi nach einem Kreuzotter-Biss zwischen der Rinnerhütte und dem Wildensee per Hubschrauber aus dem alpinen Gelände retten lassen.
Was geschah auf der Wanderung
Eine geplante Bergwanderung im Bezirk Gmunden endete für einen 63-jährigen Mann, seine Frau und deren Mischlingshund Sigi mit einem Notfall. Wie die Polizei berichtete, wurde das Tier auf der Route vom Offensee Richtung Rinnerkogel zwischen der Rinnerhütte und dem Wildensee von einer Kreuzotter gebissen. Die Schlange zählt zu den wenigen giftigen Reptilien, die in den Alpenregionen Österreichs vorkommen.
Unmittelbar nach dem Biss verschlechterte sich der Zustand des rund 35 Kilogramm schweren Hundes deutlich. Die Pfote schwoll nach Angaben der Einsatzkräfte erheblich an, der Kreislauf des Tieres wurde sichtbar schwächer. Sigi war nicht mehr in der Lage, die Wanderung aus eigener Kraft fortzusetzen, und auch die Besitzer konnten ihn auf dem steilen Almgelände nicht weitertragen.
Der Hundebesitzer alarmierte daraufhin die Rettungsleitstelle und schilderte die Lage. Aufgrund des unwegsamen Geländes rund um die Gradnalm und den Rinnerkogel entschieden die Einsatzkräfte, einen Hubschrauber hinzuzuziehen. Die Wahl fiel auf den Polizeihubschrauber "Libelle", der für solche alpinen Rettungen ausgerüstet ist.
Einsatz des Polizeihubschraubers
Die Crew des Hubschraubers steuerte die Einsatzstelle im Bereich Ebensee an. Vor Ort arbeiteten die Helfer der Luftrettung mit mehreren Ersthelfern am Boden zusammen, um den verletzten Hund sicher in den Helikopter zu verladen. Die Aktion gestaltete sich anspruchsvoll, da das Gelände steil und für herkömmliche Rettungsfahrzeuge nicht erreichbar war.
Nach der erfolgreichen Bergung aus dem alpinen Terrain wurde Sigi ins Tal geflogen. Noch unmittelbar nach der Landung brachte der 63-jährige Besitzer das Tier zu einer Tierärztin beziehungsweise einem Tierarzt, um die medizinische Versorgung sicherzustellen. Über den genauen Behandlungsverlauf wurde zunächst nicht im Detail berichtet; die Besitzer zeigten sich erleichtert über die rasche Hilfe.
Für den Mann und seine Frau, die laut Polizei im Bezirk Gmunden wohnen, war die Wanderung ein Routineausflug mit ihrem Hund. Die Region rund um den Offensee, den Wildensee und die Rinnerhütte gehört zu den beliebten Ausgangspunkten für Touren im Salzkammergut. Dass ausgerechnet dort eine Kreuzotter zubeißt, ist selten, aber nicht ausgeschlossen – die Schlange bevorzugt warme, sonnige Stellen mit ausreichend Verstecken.
Warum Kreuzottern für Hunde gefährlich sind
Kreuzottern sind grundsätzlich scheu und meiden den Kontakt mit Menschen und Hunden. Kommt es dennoch zu einem Biss, kann das Gift je nach Größe und Gesundheitszustand des Tieres zu Schwellungen, Kreislaufproblemen und im schlimmsten Fall zu lebensbedrohlichen Reaktionen führen. Hunde sind auf Wanderungen besonders gefährdet, weil sie häufig durch hohes Gras oder Geröll laufen und die Schlange dabei übersehen können.
Die Rettung eines Tieres mit dem Polizeihubschrauber ist in Österreich keine alltägliche, aber auch keine außergewöhnliche Maßnahme. Die Crews sind für den Transport von verletzten Personen und Tieren gleichermaßen ausgerüstet und werden immer dann eingesetzt, wenn Bodenteams das Einsatzgebiet nicht erreichen können oder die Lage ein rasches Ausfliegen erfordert.
Nach derzeitigem Stand der Informationen hat Sigi die Behandlung gut überstanden. Die Familie zeigte sich gegenüber den Einsatzkräften dankbar für die schnelle und professionelle Hilfe. Die zuständige Polizeiinspektion Bad Ischl, die für den Bezirk Gmunden zuständig ist, bestätigte den Vorfall und lobte das besonnene Verhalten der Besitzer, die umgehend den Notruf gewählt hatten.
Der Flugbetreiber, dessen Crew die Rettung durchführte, gehört zur routinierten alpinen Hubschrauberstaffel, die regelmäßig in der Region zwischen Ebensee, Bad Ischl und dem Toten Gebirge im Einsatz ist. Die Besatzungen kennen die tückischen Stellen rund um den Rinnerkogel und wissen, wo eine Landung im Notfall überhaupt möglich ist.
Tipps für Wanderungen mit Hund
Wanderer, die im Sommer mit ihren Hunden in den Alpen unterwegs sind, sollten sich der Gefahr durch Kreuzottern bewusst sein. Fachleute empfehlen, Hunde auf markierten Wegen zu führen, sie nicht in ungemähte Wiesen oder Geröllfelder vorauslaufen zu lassen und im Fall eines Bisses sofort den Tierarzt zu kontaktieren. Zudem ist es sinnvoll, auf Wanderungen ein geladenes Mobiltelefon mitzuführen, um im Ernstfall rasch Hilfe anfordern zu können.
Auch wenn der Vorfall für die Familie erschreckend war, endete er nach bisherigen Erkenntnissen glimpflich. Sigi wird nach der tierärztlichen Behandlung wieder genesen, und die Besitzer können ihre gemeinsamen Wanderungen im Salzkammergut fortsetzen – künftig vielleicht mit etwas mehr Aufmerksamkeit für die Natur am Wegesrand.
Die Polizei wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei Notfällen im alpinen Gelände stets der Euronotruf 112 die schnellste Verbindung zur Rettungsleitstelle darstellt. Von dort aus werden die zuständigen Bergrettungs- und Hubschrauber-Einheiten koordiniert, die innerhalb kurzer Zeit auch schwer zugängliche Einsatzorte erreichen können.
Reaktion der Einsatzkräfte und der Besitzer
Insgesamt zeigt der Vorfall, wie wichtig eine funktionierende Rettungskette zwischen Wanderern, Ersthelfern, Polizeihubschrauber und Tiermedizin ist. Nur weil die Besitzer sofort reagierten und die Leitstelle den Polizeihubschrauber "Libelle" entsandte, konnte Sigi rasch aus der Bergwelt in Sicherheit gebracht werden.
Am Abend des Vorfalls kehrte bei der Familie aus dem Bezirk Gmunden die Erleichterung ein. Der Hund, der zwischen Rinnerhütte und Wildensee in eine lebensbedrohliche Lage geraten war, hatte die Rettungsaktion überstanden und befand sich in tierärztlicher Obhut. Die nächste Wanderung dürfte – in welchem Ausmaß auch immer – mit einem mulmigen Gefühl beginnen, aber auch mit dem Wissen, dass im Ernstfall schnelle Hilfe möglich ist.
Die alpinen Vereine und die regionalen Tourismusverbände beobachten das Vorkommen von Kreuzottern im Salzkammergut seit Jahren. Sichtungen werden dokumentiert, um Wanderer gezielt auf Risikostellen hinzuweisen. Die Wahrscheinlichkeit, bei einer Tour auf eine Kreuzotter zu treffen, bleibt gering, ist aber gerade in warmen Sommermonaten nicht zu unterschätzen.
Fragen & Antworten
Wo genau wurde der Hund Sigi von der Kreuzotter gebissen?
Der Biss ereignete sich auf einer Wanderroute vom Offensee Richtung Rinnerkogel zwischen der Rinnerhütte und dem Wildensee im Bezirk Gmunden.
Wie wurde der verletzte Hund aus dem alpinen Gelände gerettet?
Die Besitzer alarmierten die Rettungsleitstelle, woraufhin der Polizeihubschrauber "Libelle" zusammen mit mehreren Ersthelfern den rund 35 Kilogramm schweren Hund aufnahm und ins Tal flog.
Wie geht es dem Hund nach dem Kreuzotter-Biss?
Nach der Hubschrauberbergung wurde Sigi umgehend in tierärztliche Behandlung gebracht; die Besitzer zeigten sich erleichtert, dass das Tier die Rettungsaktion überstanden hat.
Kreuzotter-Biss bei Ebensee: Hund per Hubschrauber gerettet | nachrichten360