Vier Goldsucher, die seit etwa zehn Tagen in einer überfluteten Höhle in der laotischen Provinz Xaysomboun eingeschlossen waren, haben sich am Samstagnachmittag Ortszeit selbst aus dem Berg befreit und in Sicherheit gebracht.
Die dramatische Rettung
Der australische Höhlentaucher Josh Richards, der die Rettungsmission vor Ort unterstützt, bestätigte die spektakuläre Wende gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Sie haben es ganz alleine gemacht – wir waren gerade Wasser am Abpumpen und vor der Höhle“, sagte Richards. Der US-Sender CNN bestätigte die Informationen ebenfalls.
Die vier Männer waren zusammen mit einem bereits am Freitagabend geretteten Goldsucher namens Mued in einer engen Kammer hunderte Meter vom Eingang entfernt eingeschlossen. Ein Video, das der DPA vorliegt, zeigt, wie die Männer unter Jubel der Rettungskräfte einer nach dem anderen aus dem Berg kommen.
Die Gruppe war vor rund zehn Tagen auf der Suche nach Gold in das Höhlensystem eingedrungen. Starker Monsunregen hatte eine Sturzflut und einen Erdrutsch ausgelöst, die den Rückweg der Männer blockierten. Ein weiterer Dorfbewohner konnte rechtzeitig entkommen und die Behörden alarmieren.
Die dramatische Rettungsaktion hatte am Freitag mit der Bergung des ersten Goldsuchers begonnen. Der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi, der diesen Einsatz leitete, zeigte sich danach völlig erschöpft, aber erleichtert. Er postete in sozialen Medien: „Heute war ein guter Tag. Ein gerettetes Leben macht alle Anstrengungen wert. Vielen Dank an alle, die so hart für unser gemeinsames Ziel gearbeitet haben.“
