Kitzbühel, 25 Juli 2026

Der 29-jährige Kasache und Titelverteidiger Alexander Bublik ist im Finale der Generali Open in Kitzbühel vom Franzosen Quentin Halys mit 6:4, 7:6 (6) gestoppt worden, der damit seinen ersten ATP-Titel auf Sand holte.

Überraschung in der Gamsstadt

Die Gamsstadt erlebte am Samstagmittag eine faustdicke Überraschung: Nicht der Weltranglistenelfte und Vorjahressieger Alexander Bublik holte sich beim ATP-250-Turnier in Kitzbühel erneut den Pokal, sondern der Franzose Quentin Halys. Nach 93 Minuten verwandelte der 30-Jährige seinen ersten Matchball und riss jubelnd die Arme hoch – der erste ATP-Titel seiner Karriere war perfekt.

Der erste Satz verlief für Halys nahezu perfekt. Er erspielte sich früh das einzige Break des Durchgangs, nutzte es konsequent und brachte seinen Aufschlag mit insgesamt neun Assen in den ersten drei Servicegames gegen die Weltnummer elf sicher durch. Beim Stand von 6:4 verwertete Halys nach 39 Minuten den ersten Satzball und stellte die Weichen auf Sieg.

Der Tiebreak wird zum Schicksal

Im zweiten Durchgang lieferten sich beide Spieler ein hochklassiges Duell ohne jegliches Break. Bublik ging im Tiebreak mit 2:0 in Führung und hatte beim Stand von 6:5 sogar einen Satzball, den er aber nicht verwerten konnte. Am Ende entschied ein leichter Fehler Bubliks am Stoppball beim Stand von 6:7 das Match – Halys ließ sich diese Chance nicht mehr nehmen und verwandelte seinen ersten Matchball zum umjubelten Triumph.

Schon während des gesamten Turniers hatte der Franzose überzeugt. In Kitzbühel hat Halys bisher noch keinen Satz abgegeben. Auf dem Weg ins Endspiel schlug der 29-Jährige den Deutschen Yannick Hanfmann 6:4, 7:6(2). Es war bereits sein viertes ATP-Halbfinale insgesamt; den Sprung ins Endspiel schaffte die Nummer 83 im aktuellen Ranking davor nur in Gstaad vor zwei Jahren.

Bubliks gescheiterter Titel-Versuch

Für Bublik war es eine unglückliche Premiere: Der 29-jährige Kasache, im Vorjahr noch Sieger durch einen Finalerfolg gegen den Franzosen Arthur Cazaux, verpasste damit seinen zehnten Titel auf der Tour. Dabei hatte der Weltranglistenelfte im Halbfinale am Freitag gegen den Argentinier Tomas Etcheverry noch mit 6:3, 6:4 überzeugt und ließ gegen Etcheverry nur eine Breakchance des Argentiniers zu. Ein Break in jedem Satz reichte dem Weltranglistenelften, um ins Endspiel einzuziehen.

Bereits in der Vorwoche in Gstaad hatte Halys in drei Sätzen gegen Bublik gewonnen – diesmal allerdings in einem deutlich klareren Match. Halys servierte im gesamten Finale 17 Asse und produzierte mehrere Service-Winner, die den Kasachen vor kaum lösbare Aufgaben stellten. Zudem gab der Franzose in beiden Sätzen keinen einzigen Breakball ab – eine Leistung, die den Unterschied ausmachte.

Halys feiert Premierentitel

Nach dem Matchball zeigte sich Halys sichtlich bewegt. „Es war ein hervorragendes Spiel heute gegen einen unglaublichen Gegner. Ich hoffe, es hat jeder das Spiel so genossen, wie ich“, sagte er im Siegerinterview. Auch mit Sascha fand er lobende Worte: „Ich bin so glücklich. Ich habe heute ein tolles Match gespielt und Sascha ist ein so toller Spieler. Ich hoffe, ihr habt es auch genossen.“