Halys erreicht Kitzbühel-Finale gegen Bublik, Hanfmann verpasst Endspiel
Kitzbühel, 25. Juli 2026
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Kurzfassung
Der Franzose Quentin Halys hat im ATP-Turnier von Kitzbühel das Finale erreicht und trifft am Samstag (13 Uhr, Servus TV) auf den topgesetzten Titelverteidiger Alexander Bublik. Yannick Hanfmann unterlag im Halbfinale trotz Aufholjagd mit 4:6, 6:7 (2:7).
Der Franzose Quentin Halys hat beim ATP-Sandplatzturnier in Kitzbühel durch einen Zweisatzsieg über den Karlsruher Yannick Hanfmann das Endspiel erreicht und trifft dort am Samstag (13 Uhr) auf den topgesetzten Titelverteidiger Alexander Bublik.
Im Duell zweier in Tirol ungesetzter Tennisprofis setzte sich der Franzose Quentin Halys am Freitag mit 6:4, 7:6 (7/2) gegen den Deutschen Yannick Hanfmann durch und zog damit erstmals seit Gstaad vor zwei Jahren wieder in ein Endspiel der ATP Tour ein. „Halys nach Zwei-Satz-Sieg gegen Hanfmann im Kitzbühel-Finale“, hieß es dazu aus dem Umfeld des Turniers. Die Partie war geprägt von einer hartnäckigen Gegenwehr Hanfmanns, der im zweiten Satz bereits mit 2:5 zurückgelegen hatte, sich aber noch einmal zurückkämpfte und insgesamt acht Matchbälle des Franzosen abwehrte, bevor der Tiebreak die Entscheidung brachte.
Halys ohne Satzverlust
Den Tiebreak entschied Halys mit 7:2 klar für sich und baute seine makellose Bilanz beim Sandplatzturnier in der Gamsstadt weiter aus. „In Kitzbühel hat Halys bisher noch keinen Satz abgegeben“, stellte die dpa fest. Der Franzose steht damit zum insgesamt vierten Mal in seiner Karriere in einem Halbfinale der ATP Tour und hat in Kitzbühel bislang jeden Durchgang gewonnen.
Für Hanfmann ist die Enttäuschung groß, denn der 32 Jahre alte Karlsruher galt als ausgewiesener Spezialist für die Generali Open. „2022 und 2024 ebenfalls im Halbfinale gestanden“, listete die Statistik, doch der Sprung ins Endspiel blieb ihm auch diesmal verwehrt. Schon im Vorjahr war der Deutsche in Kitzbühel im Halbfinale gescheitert; auf seinen ersten Titel auf der ATP Tour wartet Hanfmann weiterhin.
Bublik souverän gegen Etcheverry
Im Endspiel wartet auf Halys nun der Weltranglistenelfte und topgesetzte Alexander Bublik. Der 29-jährige Kasache hatte im zweiten Halbfinale am Freitag beim 6:3 6:4 gegen den Argentinier Tomas Etcheverry ebenso in zwei Sätzen durchgehandelt wie sein Finalgegner. „Titelverteidiger Bublik setzte sich im Halbfinale am Freitag beim 6:3 6:4 gegen den Argentinier Tomas Etcheverry ebenso in zwei Sätzen durch wie Halys“, berichtete die dpa.
Bublik überzeugte dabei vor allem mit seiner Aufschlag- und Returnbilanz. „Ein Break in jedem Satz reichte dem Weltranglistenelften“, hieß es, und gegen Etcheverry ließ er insgesamt nur eine Breakchance des Argentiniers zu. Den entscheidenden ersten Matchball verwandelte der Titelverteidiger mit einem spektakulären Schlag.
Kasache auf Titel Nummer zehn
Für Bublik steht in Kitzbühel der zehnte Titel auf der Tour im Raum. „Bublik geht in der Gamsstadt auf seinen zehnten Titel auf der Tour los“, schrieb die dpa. Erst Anfang Januar hatte der Kasache in Hongkong triumphiert; in Kitzbühel könnte er nun einen weiteren Erfolg folgen lassen und seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen, den er damals gegen den Franzosen Arthur Cazaux errungen hatte.
Halys dagegen steht vor der Chance auf seinen ersten ATP-Titel überhaupt. „Halys hat hingegen noch keinen gewonnen“, stellte die dpa fest. In der aktuellen Weltrangliste wird der 29-Jährige auf Position 83 geführt – „die Nummer 83 im aktuellen Ranking“, wie es in der Berichterstattung hieß. Erst vor zwei Jahren hatte er in Gstaad sein bislang einziges Endspiel auf der ATP Tour erreicht und dort gegen den Italiener Matteo Berrettini verloren.
Endspiel am Samstag
Das Finale in Kitzbühel ist am Samstag (13 Uhr) angesetzt. Das heuer mit 612.620 Euro dotierte Sandplatzturnier wird live im österreichischen Fernsehen bei Servus TV übertragen. Im Vorjahr hatte Bublik das Turnier gegen den Franzosen Arthur Cazaux gewonnen; nun also könnte der Kasache erneut triumphieren – oder aber Halys setzt seinen ungeschlagenen Lauf in Kitzbühel fort und holt seinen ersten Tour-Titel.
Miedler im Doppel-Finale
Parallel zum Einzel-Endspiel steht am Samstag auch das Doppel-Finale auf dem Programm. Der Österreicher Lucas Miedler greift bei den Generali Open in Kitzbühel nach seinem bereits dritten Titel im Doppel. Mit seinem australischen Partner Marc Polmans setzte sich Miedler im Halbfinale gegen die indisch-schwedische Paarung Sriram Balaji/Andre Göransson mit 6:4, 6:7 (7/4), 10:7 durch. „Miedler holte 2021 und 2023 mit Alexander Erler den Pokal in der Gamsstadt“, blickte die dpa zurück.
Mit Polmans hat Miedler dabei offenbar einen kongenialen Partner gefunden: „mit seinem neuen Partner triumphierte er zuletzt bereits in Gstaad“, hieß es über das Duo. Im Endspiel warten nun die Deutschen Jakob Schnaitter und Mark Wallner. Miedler wird als in „extrem starker Form“ beschrieben und könnte nach 2021, 2023 und Gstaad seinen nächsten Doppelerfolg einfahren.
Damit steht am Samstag ein turbulenter Finaltag in der Gamsstadt bevor. Ein topgesetzter Titelverteidiger trifft auf einen Außenseiter ohne Tour-Titel, ein österreichischer Doppelspezialist bekommt seine dritte Chance auf den Heim-Pokal. Die Gesamtdotierung des Events liegt in diesem Jahr bei 612.620 Euro – eine Summe, die auch für Halys einen ersten, wenn auch nicht den größten, Triumph auf der ATP Tour bedeuten würde.
Unabhängig vom Ausgang hat der Franzose das Turnier bislang makellos gestaltet: kein abgegebener Satz auf dem Weg ins Endspiel. „In Kitzbühel hat Halys bisher noch keinen Satz abgegeben“, betonte die dpa. Diese Quote ist bemerkenswert, denn das Feld in der unteren Hälfte der Auslosung galt als stark besetzt, unter anderem mit dem argentinischen Sandplatzspezialisten Etcheverry, der im Viertelfinale den Österreicher Jurij Rodionov ausgeschaltet hatte.
Ausblick auf das Finale
Bublik wiederum geht mit der Erfahrung von inzwischen neun Tour-Titeln in die Partie und mit dem Selbstvertrauen des Titelverteidigers. „topgesetzte“ – so wird der Kasache in den offiziellen Unterlagen der Generali Open geführt. Sollte er am Samstag erneut gewinnen, würde er nahtlos an seine Erfolge aus Hongkong zu Jahresbeginn und an seinen Kitzbühel-Triumph aus dem Vorjahr anknüpfen.
Die Voraussetzungen für ein hochklassiges Finale sind damit gegeben: Auf der einen Seite der Weltranglistenelfte, der auf Sand längst zu Hause ist und mit Etcheverry einen ernstzunehmenden Gegner in zwei Sätzen abgefertigt hat. Auf der anderen Seite ein Franzose, der ohne Satzverlust ins Endspiel gestürmt ist und dort nichts zu verlieren hat.
Am Ende wird die Frage sein, ob Halys seine weiße Weste bewahren und Bubliks Vorhand-Druck über die gesamte Distanz standhalten kann – oder ob der Kasache seine Erfahrung als Titelverteidiger ausspielt und sich seinen zehnten ATP-Titel sichert. Das Endspiel in Kitzbühel ist am Samstag (13 Uhr) angesetzt und wird live auf Servus TV übertragen.
Fragen & Antworten
Wer spielt im Finale der Generali Open in Kitzbühel?
Im Einzel stehen sich der topgesetzte Titelverteidiger Alexander Bublik und der Franzose Quentin Halys im Finale gegenüber. Im Doppel kämpft der Österreicher Lucas Miedler mit seinem Partner Marc Polmans gegen die Deutschen Jakob Schnaitter und Mark Wallner.
Wie hat Halys das Halbfinale gegen Hanfmann gewonnen?
Quentin Halys besiegte Yannick Hanfmann mit 6:4, 7:6 (7:2); Hanfmann wehrte dabei insgesamt acht Matchbälle ab, bevor der Tiebreak mit 7:2 an den Franzosen ging. Im zweiten Satz hatte Hanfmann bereits mit 2:5 zurückgelegen, ehe er noch einmal aufholte.
Warum wartet Hanfmann weiter auf seinen ersten ATP-Titel?
Yannick Hanfmann verlor auch in Kitzbühel im Halbfinale, wie schon 2022 und 2024, und blieb damit ohne Endspielteilnahme. Auf der ATP Tour steht für den Karlsruher damit weiterhin kein Einzeltitel zu Buche.
Halys im Kitzbühel-Finale gegen Bublik – Hanfmann scheitert | nachrichten360