In Bautzen brennt seit Dienstagnachmittag ein Batteriespeicher mit vier Stromcontainern; die Feuerwehr hat am Mittwochabend die Strategie gewechselt und bekämpft das Feuer nun von innen, unterstützt von einem Spezialfahrzeug aus Dresden.

Löschstrategie geändert: Von außen nach innen

Am Standort sind nach Angaben der Stadt weiterhin 76 Feuerwehrleute im Einsatz, zeitweise bis zu 90. Die Einsatzkräfte hatten zuvor mit intensiver Kühlung von außen gearbeitet und dabei laut Feuerwehr bis zu 5.000 Liter Löschwasser pro Minute eingesetzt. Am Mittwochabend wurde das Vorgehen umgestellt: Statt die betroffenen Container weiter von außen zu kühlen, wurden sie geöffnet, um den Brand von innen zu löschen.

Dafür wurde nach Angaben von Karsten Vogt (CDU) gegenüber MDR SACHSEN ein Spezialfahrzeug aus Dresden angefordert. Zudem wurde am Mittwochmittag eine Entnahmestelle an der Spree eingerichtet, um Wasser direkt aus dem Fluss zu pumpen. Zuvor stammte das gesamte Löschwasser vom örtlichen Trinkwasserversorger. „Es werden enorme Mengen Wasser mit dem neuen Verfahren auf einmal eingebracht“, sagte Vogt.

Warum der Brand so schwer zu löschen ist

Stephan Bergner von der Berufsfeuerwehr Bautzen, erklärte die technische Herausforderung: „Wir haben mehrere Batterien in den Containern verbaut. Und wenn wir jetzt aktiv in die Brandbekämpfung gehen würden, hätten wir die Gefahr, dass wir mehr Sauerstoff in den Brandraum reinbringen.“ Bergner warnte vor einer möglichen Kettenreaktion mit „unkontrollierten Verbrennung“, falls zu viel Sauerstoff hinzukomme. Man wolle „relativ vorsichtig, aber mit Gewissheit“ vorgehen und habe verschiedene Expertengutachten angefordert: „Wir wollen natürlich keinen Fehler riskieren und gehen deswegen relativ vorsichtig, aber mit Gewissheit voran.“