Die österreichische Tennisspielerin Julia Grabher trifft am Dienstag im Achtelfinale der Generali Open Ladies in Kitzbühel auf ihre 19-jährige Landsfrau Ekaterina Perelygina.

Die vierte Setzliste des WTA-125-Turniers in Kitzbühel hat die erste Runde überstanden und trifft nun auf eine Mitfavoritin aus den eigenen Reihen. Julia Grabher setzte sich am Montag in ihrem Auftaktmatch gegen die Rumänin Elena Ruxandra Bertea mit 6:3, 5:7, 6:4 durch. Die Partie dauerte nach Angaben des Veranstalters 2 Stunden und 30 Minuten und war damit die längste Erstrundenbegegnung des Turniertages.

Im Achtelfinale wartet mit Ekaterina Perelygina eine Spielerin, die das Publikum in Kitzbühel ebenfalls kennt. Die 19-Jährige, die als österreichische Fed-Cup-Spielerin und nationale Meisterin geführt wird, setzte sich in der ersten Runde gegen die Marokkanerin Yasmine Kabbaj mit 2:6, 6:4, 6:3 durch. Das Match dauerte knapp über zwei Stunden und wurde im Tiebreak der Entscheidung bereits vorentschieden.

Generationenduell zweier Österreicherinnen

Beide Spielerinnen verbindet der Gang durch die heimische Sandplatz-Saison. Das Duell wurde vom Veranstalter als „Generationenduell" angekündigt, da Grabher als erfahrene Spielerin auf die deutlich jüngere Perelygina trifft. Für die Zuschauer auf der Anlage bedeutet das ein frühzeitiges Aufeinandertreffen zweier Österreicherinnen, von denen nur eine den Sprung ins Viertelfinale schaffen kann.

Neben diesem Match sind am Dienstag zwei weitere Österreicherinnen im Einzel gefordert. Arabella Koller, die ohne Setzlistenplatz in das Turnier gestartet war, bekommt es mit der Deutschen Mona Barthel zu tun. Außerdem trifft Leonie Rabl auf die Niederländerin Arantxa Rus, die als ungesetzte Spielerin ebenfalls eine Überraschung in der ersten Runde geschafft hat. Insgesamt sind damit drei österreichische Spielerinnen am Dienstag noch im Einzel im Einsatz.

Das Hauptfeld des Turniers wird von der Slowenin Veronika Erjavec als Nummer eins angeführt. Dahinter folgen mit Sinja Kraus als Nummer zwei, Tatjana Maria (Deutschland) als Nummer drei und Grabher als Nummer vier die nächsten gesetzten Spielerinnen. Die spanische Marina Bassols Ribera ist Nummer fünf, die Tschechin Laura Samson Nummer sechs. Jeline Vandromme aus Belgien belegt Rang sieben, die Griechin Despina Papamichail ist als Nummer acht gesetzt.

Setzliste und weitere Achtelfinal-Paarungen

Kraus, die zweitgesetzte Österreicherin, bekommt es am Dienstag mit der Schwedin Caijsa Hennemann zu tun. Die griechische Setzlistenachte Papamichail schied bereits am Montag aus: Sie unterlag der Russin Erika Andrejewa deutlich mit 2:6, 1:6. Andrejewa steht damit ebenso im Achtelfinale wie die Serbin Mia Ristic, die gegen die Slowakin Mia Pohankova 6:3, 7:5 gewann.

Das Gesamtpreisgeld des Sandplatzturniers in Kitzbühel beläuft sich auf 115.000 US-Dollar. Damit zählt das Event zur unteren Kategorie der WTA-Turniere, bietet den Spielerinnen aber wertvolle Weltranglisten-Punkte und vor heimischem Publikum die Möglichkeit, sich für die größeren Stationen des Kalenders zu empfehlen.

Übertragung und Preisgeld

Die Spiele am Dienstag werden live im ORF übertragen. ORF1 beginnt laut Veranstalterangaben um 10:50 Uhr mit der Berichterstattung, ORF Sport + steigt um 13:00 Uhr ein. Damit haben Tennisfans in Österreich die Möglichkeit, alle Auftritte der heimischen Spielerinnen live zu verfolgen.

Für Grabher ist das Match gegen Perelygina die zweite große Prüfung innerhalb von zwei Tagen. Nach dem Kraftakt gegen Bertea könnte die Schnelligkeit der jüngeren Gegnerin zum entscheidenden Faktor werden. Perelygina hat in ihrem Erstrundenmatch gezeigt, dass sie auch einen verlorenen ersten Satz noch drehen kann – ein Hinweis auf ihre mentale Stärke.

Das Duell zwischen Grabher und Perelygina ist sportlich ein Aufeinandertreffen zweier Spielerinnen, die das Turnier prägen könnten. Sollte eine der beiden das Viertelfinale erreichen, rückt das Halbfinale in greifbare Nähe, da mit zunehmender Turnierphase auch die Wahrscheinlichkeit steigt, auf eine der höher gesetzten Spielerinnen zu treffen.

Mit Koller und Rabl sind zudem zwei weitere Österreicherinnen im Rennen, die ohne Setzlistenplatz in das Turnier gestartet sind und sich über die Qualifikation beziehungsweise die erste Runde für das Achtelfinale qualifizieren konnten. Damit bleibt der österreichische Tennisnachwuchs auch am zweiten Turniertag in mehreren Partien sichtbar.