Grabher setzt sich gegen Trainingspartnerin Perelygina durch und steht im Viertelfinale von Kitzbühel
Kitzbühel, 15. Juli 2026
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Kurzfassung
Julia Grabher hat beim WTA-125-Turnier in Kitzbühel das Achtelfinale gegen die österreichische Wildcard-Spielerin Ekaterina Perelygina mit 7:5, 6:3 gewonnen. Die 30-jährige Vorarlbergerin trifft im Viertelfinale am Freitag entweder auf Polona Hercog oder Jeline Vandromme.
Die an Nummer vier gesetzte Julia Grabher hat beim Generali Open Ladies in Kitzbühel das Achtelfinale gegen die 19-jährige Wildcard-Spielerin Ekaterina Perelygina mit 7:5, 6:3 gewonnen und ist damit ins Viertelfinale des WTA-125-Turniers eingezogen.
Verlauf des Achtelfinalduells
Grabher, die aus Vorarlberg stammt und in der Weltrangliste auf Platz 116 geführt wird, tat sich gegen die elf Jahre jüngere Perelygina zunächst überraschend schwer. Im ersten Satz lag die ÖTV-Spielerin schnell mit 0:4 zurück, kämpfte sich dann aber zurück ins Match und entschied den Durchgang mit 7:5 für sich. Den zweiten Satz gewann die 30-Jährige souverän mit 6:3. Nach 1 Stunde und 34 Minuten verwandelte Grabher ihren ersten Matchball beim eigenen Aufschlag.
Im ORF-Interview zeigte sich Grabher erleichtert über den Einzug in die Runde der letzten Acht. „Ich bin megahappy, dass ich durch bin. Sie ist super gestartet, ich bin nicht ins Spiel reingekommen“, sagte die Nummer vier des Turniers. Über die Partie fügte sie hinzu: „Es war ein sehr, sehr hartes Match. Ich habe meine Chancen genutzt, das war wichtig.“ Gegen eine Trainingspartnerin sei es nie leicht, betonte Grabher und verwies darauf, dass man das Ausschalten können müsse. „Das muss man ausschalten können, das habe ich am Anfang nicht geschafft.“
Reaktionen nach dem Match
Perelygina, österreichische Staatsmeisterin und Weltranglisten-558., hatte als Wildcard einen Platz im Hauptfeld erhalten und nutzte den Auftakt zu einer starken Leistung. Die in Russland geborene Spielerin brachte Grabher mit ihrem variantenreichen Spiel immer wieder in Bedrängnis, konnte ihre Chancen jedoch nicht konsequent verwerten. „Habe viele Chancen liegen lassen“, fasste die 19-Jährige ihre Sicht der Partie nach der Niederlage zusammen.
Grabher und Perelygina kennen sich bestens aus der gemeinsamen Trainingsarbeit im Südstadt. „Wir trainieren immer wieder in der Südstadt und kennen uns sehr gut“, erklärte Grabher im Gespräch mit dem ORF. „Wir kennen uns sehr, sehr gut“, ergänzte sie später. Diese Vertrautheit habe auf dem Platz zunächst auch eine Rolle gespielt, da die Rhythmusunterbrechungen der Trainingspartnerin schwer einzuschätzen gewesen seien.
Ausblick auf das Viertelfinale
Das WTA-125-Turnier in Kitzbühel, das mit einem Gesamtpreisgeld von 100.000 Euro dotiert ist, wird auf Sand ausgetragen und bildet einen wichtigen Baustein der heimischen Turniersaison. Nach dem Erfolg gegen Perelygina trifft Grabher im Viertelfinale am Freitag entweder auf die erfahrene Slowenin Polona Hercog oder auf die an Nummer sieben gesetzte Belgierin Jeline Vandromme. Beide stehen sich am Donnerstag gegenüber.
Kraus als zweite ÖTV-Hoffnung
Neben Grabher ist mit Sinja Kraus eine zweite Österreicherin im Hauptfeld vertreten. Die an Nummer zwei gesetzte Wienerin besiegte in der ersten Runde die Schwedin Caijsa Hennemann mit 7:6 (7:3), 6:3 und trifft am Donnerstag um 10:50 Uhr auf die 18-jährige Deutsche Eva Bennemann. Das Duell wird live auf ORF1 übertragen.
Im Achtelfinale kam es darüber hinaus zu einem klaren Sieg der topgesetzten Slowenin Veronika Erjavec, die gegen die Deutsche Mona Barthel mit 6:4, 6:1 gewann. Auch die an fünf gesetzte Spanierin Marina Bassols zog durch ein 6:2, 6:1 gegen Anna-Lena Friedsam in die nächste Runde ein. Die Russin Erika Andrejewa hatte bereits in der ersten Runde mit einem 6:2, 6:1 über die an acht gesetzte Griechin Despina Papamichail auf sich aufmerksam gemacht.
Weitere Ergebnisse des Turniertags
Aus argentinischer Sicht überraschte Maria Lourdes Carle, die Kathinka von Deichmann aus Liechtenstein mit 6:3, 2:6, 6:4 niederrang. Damit steht eine weitere Spielerin aus Südamerika im Hauptfeld, die dem Turnier zusätzliche Farbe verleiht.
Das Generali Open Ladies ist eines von mehreren WTA-125-Events im europäischen Sandplatzsommer und für österreichische Spielerinnen eine wichtige Gelegenheit, auf heimischem Boden Weltranglistenpunkte zu sammeln. Mit Grabher und Kraus haben gleich zwei heimische Akteurinnen den Sprung ins Hauptfeld geschafft, was die Bedeutung des Turniers für den ÖTV unterstreicht.
Für Grabher geht es nach dem hart erkämpften Sieg gegen Perelygina darum, Schwung für die kommenden Aufgaben mitzunehmen. Die Begegnung mit Hercog oder Vandromme am Freitag verspricht eine echte Standortbestimmung für die Vorarlbergerin, die in dieser Saison auf WTA-Ebene bislang noch nicht dauerhaft in Topform überzeugen konnte. Ein Halbfinaleinzug in Kitzbühel würde ihr wichtige Punkte für die Weltrangliste bringen.
Perelygina kann trotz der Niederlage auf eine solide Leistung gegen eine höherrangige Spielerin zurückblicken. Mit 19 Jahren und einem Weltranglistenplatz jenseits der Top 500 sammelt die österreichische Staatsmeisterin bei Auftritten wie diesem wertvolle Erfahrung gegen arrivierte Spielerinnen auf WTA-Niveau.
Die sportliche Gesamtkonstellation in Kitzbühel bleibt damit offen: Mit Grabher, Kraus, Erjavec und Bassols haben sich viergesetzte Spielerinnen für das Achtelfinale qualifiziert, während namhafte Außenseiterinnen wie Perelygina, Carle oder Andrejewa ebenfalls noch im Rennen sind. Das Turnier verspricht spannende Duelle bis zum Finale am Sonntag.
Für den heimischen Tennissport steht fest, dass mit Grabher zumindest eine ÖTV-Spielerin den Sprung in die zweite Turnierwoche geschafft hat. Sollte Kraus am Donnerstag gegen Bennemann nachziehen, wäre Kitzbühel zumindest teilweise in rot-weiß-roter Hand.
Die Partie zwischen Kraus und Bennemann am Donnerstag sowie das Viertelfinale mit Grabher am Freitag bilden damit die sportlichen Höhepunkte des Generali Open Ladies aus österreichischer Sicht in der laufenden Turnierwoche.
Fragen & Antworten
Wie hat Julia Grabher gegen Ekaterina Perelygina gespielt?
Grabher lag im ersten Satz zunächst mit 0:4 zurück, kämpfte sich jedoch zurück und entschied das Achtelfinale mit 7:5, 6:3 für sich. Nach 1 Stunde und 34 Minuten verwertete sie ihren ersten Matchball beim eigenen Aufschlag.
Wer ist Ekaterina Perelygina?
Perelygina ist eine 19-jährige österreichische Staatsmeisterin im Tennis, die in Russland geboren wurde und aktuell auf Platz 558 der Weltrangliste steht. In Kitzbühel erhielt sie eine Wildcard für das Hauptfeld.
Wie geht es für Grabher im Turnier weiter?
Im Viertelfinale am Freitag trifft Grabher auf die Siegerin der Partie zwischen Polona Hercog aus Slowenien und der an Nummer sieben gesetzten Belgierin Jeline Vandromme.
Grabher gewinnt Kitzbühel-Achtelfinale gegen Perelygina | nachrichten360