Ein privat finanziertes Rettungsteam bereitet die Bergung eines seit 19 Tagen in der Wismarer Bucht gestrandeten Wals vor. Das Tier soll mithilfe eines Flugzeugs zwischen zwei Pontons in die Nordsee transportiert werden.
Komplexe Rettungsoperation
Der Wal, der sich im Kirchsee nahe der Insel Poel befindet, ist mit einer Länge von 12,35 Metern, einer Breite von 3,20 Metern und einer Höhe von 1,60 Metern ein massives Tier. Laut Messungen des Umweltministeriums wiegt er etwa zwölf Tonnen. Die Rettung gestaltet sich äußerst schwierig, da das Tier seit fast drei Wochen in derselben Position verharrt und weitere Eingriffe laut Experten "massiven Schaden" verursachen könnten.
Um den Wal zu bergen, muss zunächst der Schlamm unter ihm entfernt werden, bevor er mit Luftkissen angehoben und auf ein Flugzeug platziert werden kann. Dieses soll ihn dann zwischen zwei Pontons in die Nordsee bringen. Die Initiative wird von Walter Gunz, dem Gründer von Mediamarkt, und der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert.
Herausforderungen und nächste Schritte
Die Rettungsaktion erfordert präzise Planung und technisches Know-how. Das Flugzeug muss unter dem Wal positioniert werden, ohne das Tier zusätzlich zu belasten. Experten aus verschiedenen Fachgebieten betonen, dass der Wal Ruhe benötigt, um weitere Stresssituationen zu vermeiden.
Die genauen Zeitpläne für die Bergung stehen noch nicht fest, da die Bedingungen vor Ort laufend geprüft werden müssen. Sollte die Aktion erfolgreich verlaufen, wäre dies eine der ungewöhnlichsten Rettungsaktionen für ein Meeressäugetier in der Region. Die Wismarer Bucht bleibt bis auf Weiteres der Schauplatz der Bemühungen, während sich Helfer und Techniker auf den kritischen Transport vorbereiten.

