Washington, D.C., 30. Mai 2026

Ein Richter in Washington, D.C. hat am Donnerstag angeordnet, dass der Name von Donald Trump von der Fassade des Kennedy Centers entfernt werden muss und die von Trump geplante zweijährige Sommerschließung des Kulturzentrums vorerst nicht stattfinden darf.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass der Kongress dem Kennedy Center ursprünglich seinen Namen gegeben habe und daher nur der Kongress diesen ändern dürfe. Die von Trump vorgenommene Umbenennung sei somit rechtlich nicht gedeckt.

Trumps Übernahme und die Folgen

Donald Trump hatte kurz nach seinem Amtsantritt vor etwa einem Jahr die Kontrolle über das Kennedy Center übernommen. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm selbst den Vorsitz und beauftragte seinen Vertrauten Richard Grenell mit der Neuausrichtung der Institution.

Trump kündigte damals einen Kampf gegen das an, was er als „anti-amerikanische Propaganda“ in der Kulturwelt bezeichnete. Die personellen und inhaltlichen Eingriffe stießen von Beginn an auf scharfe Kritik.

Im Dezember vergangenen Jahres wurde das traditionsreiche Haus am Potomac-Fluss schließlich in „Trump Kennedy Center“ umbenannt. Dieser Schritt löste massive Proteste aus und führte dazu, dass zahlreiche Künstler ihre geplanten Auftritte absagten.