Georg Baselitz mit 88 Jahren gestorben

Der renommierte Maler und Bildhauer Georg Baselitz ist im Alter von 88 Jahren gestorben.

Leben und Werk

Georg Baselitz zählte zu den prägendsten Künstlern der deutschen Nachkriegszeit. Geboren 1938 in Deutschbaselitz, Sachsen, wurde er vor allem für seine expressiven, oft provokativen Werke bekannt. Seine Karriere begann in der damaligen DDR, bevor er nach Westdeutschland übersiedelte und dort an der Hochschule für bildende Künste in Berlin studierte.

Baselitz’ Stil war geprägt von einer bewussten Abkehr von konventionellen Darstellungsformen. Seine „Helden“-Serie in den 1960er-Jahren, die zerklüftete, groteske Figuren zeigte, markierte einen Wendepunkt in seinem Schaffen. Später wurde er für seine auf dem Kopf gemalten Bilder berühmt, eine Technik, die er ab den 1980er-Jahren entwickelte.

Internationale Anerkennung

Baselitz’ Werk fand weltweit Beachtung und wurde in zahlreichen großen Museen ausgestellt. Seine Arbeiten waren unter anderem im Pariser Centre Pompidou, im New Yorker Museum of Modern Art und in der Londoner Royal Academy zu sehen. Galerien wie die Ropac in Pantin vertraten ihn über Jahrzehnte.

Neben der Malerei widmete sich Baselitz auch der Bildhauerei. Seine Holzskulpturen, oft mit groben Schnitten und expressiven Formen, wurden ebenfalls international gefeiert. Sein Einfluss reichte über die Kunstwelt hinaus und inspirierte Generationen von Künstlern.