Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal ist der umfassende Hochwasserschutz im Kreis Ahrweiler noch nicht umgesetzt, und 17 mögliche Standorte für Rückhaltebecken sind bislang nicht realisiert.

Fünf Jahre nach der verheerenden Flut im Ahrtal sind die Schäden an Erft, Kyll und vor allem an der Ahr noch immer nicht vollständig behoben. „Fünf Jahre ist die Hochwasserkatastrophe jetzt her" – so bilanziert SWR Aktuell in seiner Serie „5 Jahre nach der Ahrtal-Flut: Schicksal als Chance?". Viele Betroffene kämpfen weiter mit den Folgen der Katastrophennacht vom Juli 2021.

Im Ahrtal hatte das Wasser in der Flutnacht bei manchen Häusern bis in den zweiten Stock hinaufgestanden – ein Pegel, der sich baulich kaum verhindern lässt. Beim Jahrhunderthochwasser 2016 lag der Pegel der Ahr nach Angaben aus dem Bericht bei 3,50 Metern. Während der Flut 2021 wurde am Ende eine Höhe von zehn Metern erreicht – „Am Ende waren es zehn Meter." Schon am Nachmittag vor der Flut hatte die Feuerwehr laut den Schilderungen gewarnt, es könnten bis zu sechs Meter werden.