Frankreich zieht ins Achtelfinale ein – Mbappé überholt Klose und rückt Messi näher
East Rutherford, 30. Juni 2026
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Kurzfassung
Frankreich hat im WM-Achtelfinale Schweden mit 3:0 besiegt und trifft nun auf Paraguay. Kylian Mbappé schoss zwei Tore und überholte Miroslav Klose in der ewigen WM-Torjägerliste, während Michael Olise erneut als Vorlagengeber glänzte.
Frankreich hat am Dienstag im New-York-New-Jersey-Stadion sein Achtelfinalspiel der WM 2026 gegen Schweden mit 3:0 gewonnen und trifft am Samstag um 23:00 Uhr Schweizer Zeit in Philadelphia auf Paraguay.
Vor 80.663 Zuschauerinnen und Zuschauern in East Rutherford setzte sich der zweifache Weltmeister souverän gegen die Skandinavier durch, die in der ersten Viertelstunde noch gut mithielten, danach aber zunehmend in die Defensive gedrängt wurden. Der als Topfavorit gestartete aktuelle Vizeweltmeister Frankreich baute seine beeindruckende Turnierbilanz aus und feierte im vierten Gruppenspiel den vierten Sieg – und traf in jedem Spiel mindestens dreimal.
Den Auftakt machte Kylian Mbappé, der in der ersten Hälfte zunächst Pech hatte: In der 20. Minute wurde sein vermeintlicher Treffer nach VAR-Prüfung wegen einer knappen Abseitsstellung zurückgenommen. Nur wenig später, in der 32. Minute, traf der 27-Jährige nach einer Ecke und einer Flanke von Jules Koundé nur den Pfosten – das Tor schien leer, der Ball sprang aber an das Aluminium.
Die wohl spektakulärste Szene der ersten Hälfte gehörte jedoch Michael Olise. In der 36. Minute – andere Quellen datieren die Szene auf die 35. Minute – zog der 24-Jährige von der Strafraumgrenze aus rund 15 Metern einen Seitfallzieher, der ebenfalls nur am Pfosten landete. Schweden konnte den Ball nicht klären, Olise haute aus der Drehung ab – „Das vielleicht spektakulärste Nicht-Tor der WM-Geschichte“, wie die Quelle schrieb.
Pfosten-Pech und erste Großchancen
Kurz vor der Pause schlug Frankreich dann zu. In der 45. Minute (+3 Nachspielzeit) kombinierten sich Olise und Ousmane Dembélé schnell über einen kurz ausgeführten Eckball. Dembélé legte quer, Mbappé tanzte durch die schwedische Hintermannschaft und schloss aus kurzer Distanz überlegt ins rechte Eck ab. „Tooor für Frankreich, 1:0 durch Kylian Mbappé“, kommentierte der Live-Ticker. „Mbappé verschaffte sich mit einem Dribbling auf der rechten Seite Platz und traf mit einem abgeklärten Schuss ins rechte Eck.“
Fast im Gegenzug bot sich Schweden die große Chance zum Ausgleich: Elliot Stroud stand in der Nachspielzeit frei vor dem Tor, scheiterte mit seinem Abschluss aus zentraler Position jedoch kläglich. „Schweden vergibt die ganz dicke Chance zum Ausgleich. ... Elliot Stroud aus neun Metern abschließen kann. ... Der Schwede trifft das Tor aus zentraler Position aber nicht“, heißt es im Spielbericht. Damit ging es mit der knappen, aber verdienten Führung für Frankreich in die Kabine – „Frankreich führt zur Halbzeit verdient mit 1:0 gegen Schweden. Die Skandinavier hielten 15 Minuten gut mit, jedoch spielten sich die Franzosen dann frei.“
Trainer Didier Deschamps, der nach der Beerdigung seiner Mutter in das Team zurückgekehrt war und beim vorherigen Gruppenspiel gegen Norwegen gefehlt hatte, nahm gegenüber dem letzten Spiel vier Wechsel in der Startelf vor, unter anderem kehrte Adrien Rabiot zurück. Schweden-Coach Graham Potter hatte vor der Partie noch gesagt: „Wir müssen das Spiel unseres Lebens spielen“ – doch sein Team konnte den Worten keine Taten folgen lassen.
Mbappé erlöst Frankreich vor der Pause
Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur gut sieben Minuten, ehe Bradley Barcola auf 2:0 erhöhte. Der Flügelspieler von Paris Saint-Germain nutzte in der 53. Minute einen öffnenden Pass von Olise und schob aus etwa acht Metern in die kurze Ecke ein. „Dieser steckt zauberhaft an Lindelöf vorbei zu Barcola durch“, beschrieb die Quelle die Vorarbeit. Es war bereits Barcolas zweiter Turniertreffer nach seinem Solo-Lauf in der 19. Minute, der noch deutlich über dem Tor geendet hatte.
Frankreich kontrollierte die Partie nun souverän. Über die rechte Angriffsseite mit Olise und Dembélé stellten die Franzosen den schwedischen Linksverteidiger Gabriel Gudmundsson „vor praktisch unlösbare Aufgaben“. In der 60. Minute forderte Schwedens Viktor Gyökeres nach einem Duell mit Upamecano und Saliba vergeblich einen Freistoß, als ihm Upamecanos Hand unabsichtlich ins Gesicht schlug.
In der 62. Minute zwang Olise den schwedischen Torhüter Jacob Widell Zetterström mit einem Distanzschuss aus rund 20 Metern in halbrechter Position zu einer starken Parade. Wenig später, in der 64. und 66. Minute, scheiterte Olise erneut knapp – einmal zielte er knapp am langen Eck vorbei, beim zweiten Mal konnte Schwedens Verteidiger Lagerbielke seinen Schuss gerade noch per Grätsche um den Pfosten lenken.
Barcola und Olise erhöhen den Druck
Schweden reagierte in der 66. Minute mit einem Doppelwechsel: Graham Potter brachte Taha Ali und Besfort Zeneli für Lucas Bergvall und Elliot Stroud. „Graham Potter nimmt seine ersten beiden Wechsel vor. Taha Ali und Besfort Zeneli sollen offensiv für neuen Wirbel sorgen“, so der Live-Ticker. Später wechselte Schweden weiter aus – unter anderem Svanberg und Nygren ersetzten Svensson und Ayari.
Den Schlusspunkt setzte erneut Mbappé. In der 74. Minute trieb er einen Konter nach vorne, bediente Olise, der wiederum quer auf Mbappé legte – der Stürmer von Real Madrid verwandelte überlegt ins lange Eck. Es war sein zweiter Treffer des Abends, sein drittes und viertes Tor in diesem Spiel waren zwischenzeitlich vergeben worden. Mit dem Tor baute er seine Turnierbilanz auf sechs Treffer aus und zog in der ewigen WM-Torjägerliste an Miroslav Klose vorbei. „Doppeltorschütze Kylian Mbappé erzielt die WM-Treffer 17 und 18“, hieß es im Spielbericht. Damit liegt Mbappé mit nun 18 WM-Toren nur noch einen Treffer hinter Lionel Messi, der bei 19 steht.
„Im Achtelfinal trifft Frankreich auf Paraguay“, notierte der Ticker frühzeitig. Die Südamerikaner hatten am Montagabend Deutschland im Elfmeterschießen aus dem Turnier geworfen und stellen für Frankreich am Samstag in Philadelphia die nächste hohe Hürde dar. „Im Achtelfinal bekommen es die Franzosen mit Paraguay zu tun. Die Partie findet am Samstag um 23 Uhr Schweizer Zeit in Philadelphia statt“, hieß es.
Mbappé schnürt den Doppelpack
Olise war einmal mehr der heimliche Spielgestalter der Franzosen. Mit fünf Vorlagen führt er die Assist-Wertung dieses Turniers an, im Spiel gegen Schweden steuerte er zwei Assists bei. „Ein eigener Treffer blieb Bayern-Angreifer Olise trotz mehrerer guter Chancen verwehrt“, schrieb die Quelle – die Pfosten-Treffer in der 35. und 36. Minute sowie die knapp verfehlten Distanzschüsse in der 62. und 64. Minute blieben ohne Torerfolg. Immerhin: In der 72. und 73. Minute parierte Zetterström zwei weitere Olise-Versuche stark.
Schweden wiederum zeigte sich über weite Strecken harmlos. Alexander Isak hatte in der Anfangsphase eine ungefährliche Möglichkeit und „Mitte der ersten Hälfte zwei ordentliche Chancen“, wie es im Bericht hieß. Ansonsten bestimmte die „Weltklasse-Offensive“ der Franzosen das Geschehen, sodass Schweden kaum zu gefährlichen Abschlüssen kam. „Frankreich fegt über Schweden hinweg“, titelte der Live-Ticker, der das Spiel in eindringlicher Sprache als Machtdemonstration des Vizeweltmeisters einordnete.
Nach 94 Minuten pfiff der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie die Partie ab. Bei Frankreich standen am Ende Maignan; Koundé (75. Gusto), Upamecano, Saliba, Digne (78. T. Hernandez); Tchouaméni, Rabiot; Dembélé (75. Doué), Olise (85. Cherki), Barcola; Mbappé (85. Mateta) auf dem Platz. Für Schweden spielten Zetterström; Lagerbielke, Lindelöf, Gudmundsson; Svensson (82. Svanberg), Bergvall (66. Zeneli), Ayari (82. Nygren), Stroud (66. Ali); Elanga; Gyökeres, Isak (89. Nilsson).
Ausblick: Paraguay wartet am Samstag
Mit dem Erfolg zog Frankreich souverän in das Achtelfinale ein und wahrt damit alle Titelchancen. Das WM-Finale, in dem der neue Weltmeister gekrönt wird, ist für den 19. Juli terminiert. Bis dahin wartet auf Mbappé, Olise und Co. zunächst Paraguay – eine Mannschaft, die mit dem Elfmeter-Knockout gegen Deutschland bereits gezeigt hat, dass mit ihr zu rechnen ist. Mbappé feierte seinen dritten Treffer mit einem Sprint zu Trainer Didier Deschamps an die Seitenlinie, gefolgt von seinen Teamkollegen – eine Geste, die auch die emotionale Rückkehr des Coaches ins Team symbolisierte.
Fragen & Antworten
Wie hat Frankreich gegen Schweden gespielt?
Frankreich gewann das Achtelfinalspiel der WM 2026 gegen Schweden im New-York-New-Jersey-Stadion vor 80.663 Zuschauern mit 3:0. Mbappé traf in der 45. und 74. Minute, Barcola erzielte das 2:0 in der 53. Minute.
Welchen Rekord stellte Kylian Mbappé auf?
Mit seinen beiden Toren gegen Schweden brachte Mbappé sein WM-Torkonto auf 18 Treffer und überholte damit Miroslav Klose auf der ewigen WM-Torjägerliste. Damit liegt er nur noch einen Treffer hinter Lionel Messi, der bei 19 WM-Toren steht.
Wer ist der nächste Gegner Frankreichs?
Frankreich trifft am Samstag um 23:00 Uhr Schweizer Zeit in Philadelphia im Achtelfinale auf Paraguay. Die Südamerikaner hatten sich zuvor im Elfmeterschießen gegen Deutschland durchgesetzt.
Frankreich – Schweden 3:0: Mbappé überholt Klose | nachrichten360