Birmingham, 10 August 2026
Der deutsche Langstreckenläufer Florian Bremm hat bei der Leichtathletik-EM in Birmingham über 5.000 Meter sensationell die Silbermedaille gewonnen.
Der Rennverlauf
Über 5.000 Meter hatte im Vorfeld kaum jemand mit dem Deutschen gerechnet – umso größer fiel die Überraschung aus, als Bremm im Stadion von Birmingham in die Medaillenränge lief. Nach einem couragierten Rennen sicherte er sich hinter dem norwegischen Titelverteidiger Jakob Ingebrigtsen, der zum erweiterten Favoritenkreis zählt, den zweiten Platz.
Bremm, der aus dem oberpfälzischen Bremm stammt, nutzte das Tempo des Feldes geschickt aus und hielt über weite Strecken des Rennens Kontakt zur Spitze. Auf den letzten Metern fehlten ihm die Körner, um Ingebrigtsen noch zu gefährden, doch der zweite Platz geriet nicht mehr in Gefahr.
Zweite DLV-Medaille am ersten Abend
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) konnte damit am ersten Finalabend der kontinentalen Titelkämpfe bereits die zweite Medaille bejubeln. Zuvor hatte Yemisi Mabry im Kugelstoßen Bronze geholt – ein Ergebnis, das laut Verbandsangaben den Auftakt in Birmingham erfolgreich gestaltete.
Wie der Verband mitteilte, handelt es sich bei Silber für Bremm und Bronze für Mabry um die ersten beiden Medaillen des DLV am ersten Finalabend der EM. Damit steht die deutsche Mannschaft bereits früh in den Büchern der Titelkämpfe.
Für Bremm selbst ist der Erfolg in Birmingham der bisher größte seiner Karriere. Der Langstreckenläufer hatte in den zurückliegenden Saisonrennen nur eine Nebenrolle gespielt, weshalb die Leistung im Stadion von Birmingham umso höher einzustufen ist. In der deutschen Leichtathletik-Szene wurde sein Auftritt als «Bärenstarker Bremm» gewürdigt.
Ausblick auf weitere EM-Entscheidungen
Der Wettkampf über 5.000 Meter stand ganz im Zeichen der norwegischen Ingebrigtsen-Dynastie, die den europäischen Langstreckenlauf in den vergangenen Jahren geprägt hat. Bremm hielt dem Tempo stand und setzte sich gegen die internationale Konkurrenz durch, womit er die Erwartungen deutlich übertraf.
Mit Blick auf die weiteren Disziplinen dürfte der deutsche Verband auf den Erfolg aufbauen. Die EM in Birmingham läuft noch, weitere Finalentscheidungen stehen aus. Bremms Silbermedaille gilt als Signal, dass die deutsche Ausdauertradition auch bei Großereignissen wieder mithalten kann.
Auch abseits der Laufbahn verlief der erste Finalabend aus deutscher Sicht erfreulich. Mabrys Bronzemedaille im Kugelstoßen rundete das Abschneiden ab und bestätigte die Breite des DLV-Aufgebots.
Der DLV zeigte sich nach den beiden Medaillen am ersten Abend zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Titelkämpfe. Sowohl Bremm als auch Mabry hatten dem Verband zwei erfreuliche Resultate beschert, die als Ausgangspunkt für weitere gute Platzierungen dienen sollen.
Ingebrigtsen sicherte sich unterdessen einen weiteren internationalen Titel und bestätigte seine Ausnahmestellung im europäischen Langstreckenlauf. Bremms Silber wertete der Norweger als Beleg für die wachsende Stärke des Feldes.
