FIFA-Präsident Gianni Infantino hat am Tag vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada die teils drastisch gestiegenen Ticketpreise verteidigt und laufende US-Ermittlungen als gelassen entgegengesehen.

In einer Pressekonferenz im Pressezelt nahe des Aztekenstadions in Mexiko-Stadt erklärte Infantino, dem Fußballweltverband liege die günstigste Einstiegspreisgestaltung im Vergleich zu anderen großen US-Sportveranstaltungen vor. „Bevor wir 6,5 Millionen Tickets verkauft haben, haben wir uns mit den besten Anwälten abgesprochen“, sagte der 56-Jährige. Das günstigste Ticket für die WM koste 60 Dollar, der Durchschnittspreis liege bei 500 Dollar.

Infantino wies den Vorwurf zurück, die Preisgestaltung sei willkürlich erfolgt. „Es ist nicht so, dass jemand aufwacht und die Preise festlegt“, sagte er. Zugleich verwies er auf Einnahmen, die dem Weltverband zufolge wieder in den Fußball flössen: „Jeder Dollar, den wir generieren, fließt zurück in den Fußball.“ Als Beispiel nannte Infantino Entwicklungsprojekte des Verbandes, etwa im afrikanischen Südsudan. „Wer investiert schon beispielsweise im Südsudan? Wir tun es.“