Der erste vollelektrische Ferrari wird voraussichtlich mit einem Preis von rund 550.000 Euro auf den Markt kommen. Dies bestätigten zwei unabhängige Quellen unter Berufung auf interne Unterlagen des italienischen Sportwagenherstellers.

Positionierung und Preisstrategie

Das Elektroauto wird oberhalb des Ferrari Purosangue positioniert sein, eines SUV-Modells, das bei etwa 450.000 Euro startet. Der endgültige Preis des Elektrofahrzeugs könnte jedoch um bis zu 10 Prozent variieren, wie aus den Quellen hervorgeht.

Ferrari verfolgt seit Jahren eine Strategie, die auf Exklusivität und hohe Preise setzt. Das Prinzip "value over volume" soll sicherstellen, dass die Marke ihren elitären Charakter behält und wohlhabende Kundschaft anspricht. Diese Linie wird auch mit dem neuen Elektromodell fortgesetzt.

Produktplanung und Antriebsvielfalt

Zwischen 2026 und 2030 plant Ferrari, durchschnittlich vier neue Modelle pro Jahr auf den Markt zu bringen. Dabei wird das Unternehmen auf eine breite Palette von Antriebstechnologien setzen. Neben klassischen Verbrennungsmotoren und Hybridmodellen sollen auch rein elektrische Fahrzeuge angeboten werden.

Langfristig will Ferrari alle drei Antriebsarten parallel anbieten, um unterschiedliche Kundengruppen zu bedienen. Der Elektro-Supersportwagen markiert dabei einen wichtigen Schritt in der Elektrifizierungsstrategie des Unternehmens.

Die Entscheidung, das Elektroauto oberhalb des Purosangue zu positionieren, unterstreicht Ferraris Bestreben, die Exklusivität der Marke auch im Zeitalter der Elektromobilität zu wahren. Die hohen Preise sind Teil dieser Strategie und richten sich gezielt an eine wohlhabende Zielgruppe.