Ein Berufungsgericht in der kanadischen Provinz Nova Scotia hat den Kanadier Brandon Klayme vollständig freigesprochen, nachdem dieser wegen eines fehlenden Unterstrichs in einem Nutzernamen des Messengerdienstes Kik irrtümlich 18 Monate im Gefängnis verbracht hatte.
Ausgangspunkt in Wisconsin
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Folgen selbst kleinster Datenfehler in Strafverfahren. Klayme war 2018 in eine Kindesgefährdungsuntersuchung geraten, weil US-Ermittler aus Wisconsin einen Nutzernamen mit nur einem statt zwei Unterstrichen an den Messenger-Dienst Kik übermittelt hatten. Die kanadische Polizei in Halifax ordnete daraufhin eine Vorladung an Kik, die an den falschen Account adressiert war.
