FBI vereitelt mutmaßlichen Anschlag auf Trumps Käfigkampf-Event zum 80. Geburtstag
Washington, 16 Juni 2026
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Kurzfassung
Das FBI hat nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Anschlag auf die Käfigkampf-Veranstaltung anlässlich des 80. Geburtstags von US-Präsident Donald Trump auf dem Gelände des Weißen Hauses vereitelt. Fünf Verdächtige im Alter zwischen 19 und 32 Jahren wurden festgenommen; ihnen wird unter anderem Verschwörung zum Mord vorgeworfen.
Washington, 16 Juni 2026
Die US-Bundespolizei FBI hat nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Anschlag auf die Käfigkampf-Veranstaltung zum 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump auf dem Gelände des Weißen Hauses vereitelt und fünf Verdächtige festgenommen.
Hintergrund: Die Geburtstagsfeier am Weißen Haus
Das FBI sei bereits am 10. Juni auf eine "potenzielle Bedrohung" für die Veranstaltung aufmerksam geworden, schrieb FBI-Direktor Kash Patel auf der Plattform X. "Die mutmaßlich geplanten Angriffe wurden im Keim erstickt", erklärte Patel im Onlinedienst X. Dank des raschen Eingreifens der Bundespolizei, des Justizministeriums und weiterer Behörden seien "zahlreiche" Verdächtige in mehreren Bundesstaaten festgenommen worden.
Wie das FBI zuvor mitteilte, hatte es den mutmaßlich für Sonntag geplanten Anschlag durch Festnahmen von fünf Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 32 Jahren verhindert. Insgesamt hätten Ermittler 23 Verdächtige identifiziert, die zu einem "möglichen Anschlags-Netzwerk" gehört und über den Messenger-Dienst Signal kommuniziert hätten. Zu den Anklagepunkten gehört unter anderem die Verschwörung zum Mord, wie das Ministerium am Dienstag (16.) mitteilte.
Die US-Bundespolizei FBI und andere Polizeikräfte und Staatsanwälte hätten "mit ihrer schnellen Reaktion und ihrer Wachsamkeit getan, was sie jeden Tag tun, um Amerika sicher zu machen", erklärte Übergangs-Justizminister Todd Blanche. Die Beschuldigten im Alter zwischen 19 und 32 Jahren seien vergangene Woche gefasst worden, erklärte das Ministerium am Dienstag in Washington.
Offizieller Anlass war die Geburtstagsfeier von US-Präsident Donald Trump anlässlich seines 80. Geburtstags, die mit den Feierlichkeiten rund um den 250. Jahrestag der USA verbunden wurde. Das schätzungsweise 60 Millionen Dollar teure Spektakel hatte Trump nach Angaben des Weißen Hauses initiiert. Rund 4.000 Gäste waren eingeladen, die Kämpfe auf dem Gelände des Weißen Hauses zu verfolgen.
Anklage: Verschwörung zum Mord
In einem nahegelegenen Park verfolgten etwa 100.000 Menschen das Spektakel auf einer Großleinwand. Die Veranstaltung auf dem Gelände des Weißen Hauses selbst fand vor etwa 4.000 geladenen Gästen statt. Präsident Trump feierte bei dem Event auch seinen runden Geburtstag in einer inszenierten Show.
Zu den Verdächtigen zählt der Mitteilung zufolge der 19-jährige Tycen P., der "Feuerwaffen, tausende Schuss Munition und Kampfausrüstung in seinem Zuhause in Ohio angehäuft" haben soll, hieß es in der Mitteilung des Justizministeriums. Das Justizministerium erklärte am Dienstag (16.), dass den Beschuldigten unter anderem Verschwörung zum Mord vorgeworfen wird.
Anschlagspläne: Scharfschützen und Sturm auf das Weiße Haus
Laut einem Bericht von Fox News habe es Pläne gegeben, die Menschenmenge "in Richtung eines vorab positionierten Scharfschützenteams gelenkt" werden sollte. In der Folge sollten Scharfschützen demnach auf "hochrangige Ziele" in der fliehenden Menge schießen. Zudem habe es Pläne gegeben, mit einer "zweiten Welle" die Tore des Weißen Hauses zu stürmen.
Außerdem habe er "potenzielle Anschlagsziele identifiziert, darunter zahlreiche Kongress-Mitglieder". Offenbar war auch eine Drohnenattacke auf die Käfigkampf-Veranstaltung geplant, wie aus den Ermittlungsergebnissen hervorgeht.
Der Direktor des für den Schutz des Präsidenten zuständigen Secret Service, Sean Curran, erklärte im Onlinedienst X, in den Tagen vor Trumps Geburtstagsfeier hätten seine Beamten "rund um die Uhr gearbeitet", um die für die Anschlagspläne Verantwortlichen zu identifizieren und zu verfolgen.
Reaktionen aus dem Umfeld des Präsidenten
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte im Onlinedienst X, der US-Präsident und seine ganze Regierung seien "dem FBI und dem Secret Service und allen heldenhaften Mitgliedern der Sicherheitskräfte dankbar, die ohne Unterlass für unsere Sicherheit arbeiten".
Die Behörden reagierten mit der Vereitelung des Anschlags auf eine Reihe von Gewaltvorfällen gegen Trump in der Vergangenheit. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Pennsylvania im Juli 2024 war Trump von einem Schützen am rechten Ohr verletzt worden. Der 58-Jährige wurde festgenommen und später wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Gewalt gegen Trump in der Vergangenheit
Im September 2024 ereignete sich ein weiterer Zwischenfall, als sich am Rand von Trumps Golfplatz in Florida ein Mann mit einem Gewehr im Gebüsch versteckte. Auch der Gründer und Führer der konservativen Jugendorganisation Turning Point USA, Charlie Kirk, ist am 10. (Datum nicht eindeutig) zu Tode gekommen. Die Hintergründe dieser Vorfälle verdeutlichen das Ausmaß der politisch motivierten Gewalt in den USA.
Patel hatte in seiner Erklärung auf X betont, dass die Bedrohung für die Veranstaltung am 10. Juni erkannt worden war. Die Ermittlungen hatten sich über mehrere Bundesstaaten erstreckt und führten zur Festnahme "zahlreicher" Verdächtiger. Die Kommunikation der Verdächtigen über den Messenger-Dienst Signal hatte den Ermittlern demnach entscheidende Hinweise geliefert.
Die Veranstaltung am Weißen Haus war auch international aufmerksam verfolgt worden, da sie zeitlich mit den Spannungen zwischen den USA und Iran zusammenfiel. Rund 40 Mal hatte US-Präsident Donald Trump eine bevorstehende Einigung mit Iran angekündigt. Anfang 2026 beschloss Trump nach mehreren Gerichtsurteilen gegen den Einsatz von Nationalgardisten vorerst auf weitere Einsätze zu verzichten und die Truppen aus Chicago, Los Angeles oder Portland abzuziehen.
Politischer Kontext und Ausblick
Im Oktober 2025 hatten Organisationen mitgeteilt, dass sich in mehr als 2.700 Städten etwa sieben Millionen Menschen friedlich an Demonstrationen unter dem Motto "No Kings" – zu Deutsch: "Keine Könige" – beteiligt haben. Diese Proteste zeigen die anhaltende politische Polarisierung in den USA, die auch im Kontext des vereitelten Anschlags gesehen wird.
Die Vereitelung des Anschlags wird von Sicherheitsexperten als Erfolg der Zusammenarbeit zwischen FBI, Secret Service und Justizministerium gewertet. Die schnelle Identifizierung und Festnahme der Verdächtigen habe eine potenzielle Katastrophe verhindert, erklärten Behördenvertreter. Gleichzeitig warnten sie, dass die Bedrohung durch politisch motivierte Gewalt in den USA weiterhin bestehe.
Das FBI kommentierte den Bericht auf Anfrage nicht. Die Ermittlungen dauern an, und es wird erwartet, dass weitere Details über das Ausmaß der Anschlagspläne in den kommenden Tagen öffentlich gemacht werden. Die US-Behörden haben zudem erhöhte Sicherheitsvorkehrungen für künftige Veranstaltungen angekündigt.
Fragen & Antworten
Wer ist Kash Patel und welche Rolle spielte er bei der Vereitelung des Anschlags?
Kash Patel ist der Direktor der US-Bundespolizei FBI. Er erklärte auf der Plattform X, dass die Behörden bereits am 10. Juni auf eine "potenzielle Bedrohung" für die Veranstaltung aufmerksam geworden seien und die Anschlagspläne "im Keim erstickt" worden seien.
Was genau war laut FBI der Plan der Verdächtigen?
Laut Fox News sollte die Menschenmenge "in Richtung eines vorab positionierten Scharfschützenteams gelenkt" werden, woraufhin Scharfschützen auf "hochrangige Ziele" schießen sollten. Zudem habe es Pläne gegeben, mit einer "zweiten Welle" die Tore des Weißen Hauses zu stürmen.
Wie viele Verdächtige wurden festgenommen und welche Anklagen stehen im Raum?
Fünf Verdächtige im Alter zwischen 19 und 32 Jahren wurden festgenommen, darunter der 19-jährige Tycen P. aus Ohio. Ihnen wird unter anderem Verschwörung zum Mord vorgeworfen. Insgesamt 23 Verdächtige wurden als mögliches Anschlags-Netzwerk identifiziert.
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