Fahrer rast in Straßenfest in Viña del Mar – mindestens sechs Tote und sieben Verletzte
Santiago, 12. Juli 2026
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Kurzfassung
Bei einem Straßenfest in der chilenischen Küstenstadt Viña del Mar ist am Sonntag ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Nach Angaben der Polizei wurden dabei mindestens sechs Menschen getötet und sieben weitere verletzt; der Fahrer wurde festgenommen.
Bei einem Straßenfest in der chilenischen Küstenstadt Viña del Mar hat ein Autofahrer am Sonntag mehrere Menschen überfahren, wobei nach Polizeiangaben mindestens sechs Menschen getötet und sieben weitere verletzt wurden.
Hergang des Unglücks
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in Viña del Mar, einer Küstenstadt westlich der chilenischen Hauptstadt Santiago. Nach Angaben eines Polizeivertreters gegenüber der Nachrichtenagentur AFP verlor der Fahrer aus noch unbekanntem Grund die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr in die Menschenmenge. „Der Mann habe bei einem Straßenfest in der Stadt Viña del Mar westlich der Hauptstadt Santiago aus noch unbekanntem Grund die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, sagte ein Polizeivertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.
Bei dem Unglück kamen nach Polizeiangaben mindestens sechs Menschen ums Leben. „Sieben weitere Menschen seien ebenfalls angefahren und verletzt worden“, erklärte der Polizeivertreter weiter. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zum genauen Hergang und zur Zahl der Betroffenen laufen die Ermittlungen.
Eine Augenzeugin schilderte gegenüber Medien, dass der Wagen mit hoher Geschwindigkeit auf den Gehsteig gefahren sei, wo sich Menschen – darunter vermutlich auch Straßenhändler – aufgehalten hätten. „Eine Augenzeugin sagte, der Fahrer sei mit hoher Geschwindigkeit auf den Gehsteig gefahren, wo sich Menschen, darunter vermutlich auch Straßenhändler, aufhielten.“ Das Fest fand demnach unter freiem Himmel statt, als sich das Fahrzeug plötzlich in die Menge bohrte.
Hinweise von Augenzeugen
Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Fahrer um einen Unteroffizier der chilenischen Infanteriemarine, der sich zum Zeitpunkt des Vorfalls außerhalb seiner Dienstzeit privat in seinem Wagen befand. „Er sei ein Unteroffizier der Infanteriemarine, der außerhalb seiner Dienstzeit privat unterwegs war, teilte die Marine mit.“ Die Marine bestätigte die Identität des Mannes und kündigte eine interne Untersuchung an. Der Fahrer wurde unmittelbar nach dem Unglück festgenommen.
Der Sender TVN berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Mann habe nach seiner Festnahme angegeben, ohnmächtig geworden zu sein und sich an nichts erinnern zu können. „Der Mann habe erklärt, dass er ohnmächtig geworden sei und sich an nichts erinnern könne, berichtete der Sender TVN.“ Bei ihm werde ein Alkoholtest vorgenommen, hieß es vonseiten der Ermittlungsbehörden. Ob Drogen oder Medikamente im Spiel waren, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Identität des Fahrers
Chiles Präsident José Antonio Kast reagierte noch am Sonntag auf den Vorfall und sprach von einer Tragödie, die das ganze Land in Trauer versetze. „Chiles Präsident José Antonio Kast sprach von einer Tragödie, die das ganze Land in Trauer versetze.“ Auf der Plattform X drückte er den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und kündigte staatliche Unterstützung an.
In einer schriftlichen Erklärung schrieb der Staatschef: „Alle staatlichen Institutionen setzen sich dafür ein, den Betroffenen zu helfen und die Verantwortlichkeit für dieses schmerzliche Ereignis vollständig aufzuklären“. Damit versicherte er, dass Polizei, Justiz und Verwaltung eng zusammenarbeiten, um die Umstände des Unglücks lückenlos zu klären.
Aussagen des Fahrers
Die Stadt Viña del Mar ist ein bekannter Badeort an der chilenischen Pazifikküste und für ihre Strände, ihre Architektur und ein großes internationales Musikfestival bekannt. Am Sonntag herrschte dort reger Publikumsverkehr, als sich das Unglück ereignete. Rettungskräfte und Polizei waren innerhalb weniger Minuten vor Ort und sperrten den Bereich weiträumig ab.
Die Generalstaatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein, um die genauen Umstände des Vorfalls zu rekonstruieren. Dazu sollen Zeugenaussagen, Aufnahmen von Überwachungskameras und das Ergebnis des Alkoholtests ausgewertet werden. Auch die Frage, ob ein technischer Defekt am Fahrzeug vorgelegen haben könnte, werde geprüft, hieß es aus Ermittlerkreisen.
Reaktion des Präsidenten
Die chilenische Marine bestätigte in einer ersten Stellungnahme die Zugehörigkeit des Fahrers zur Infanteriemarine und sicherte ihre volle Kooperation mit den zivilen Behörden zu. Der Mann sei zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht im Dienst gewesen und habe sich auf einer privaten Fahrt befunden. Disziplinarische Schritte würden nach Abschluss der Ermittlungen geprüft.
In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich am Sonntag zahlreiche Videos und Augenzeugenberichte, die zeigen, wie das Fahrzeug in die Menge fuhr und Menschen durch die Luft geschleudert wurden. Die Bilder, die nicht von allen offiziellen Stellen verifiziert wurden, lösten im ganzen Land Bestürzung aus. Mehrere Städte kündigten für die kommenden Tage Trauerbekundungen an.
Die Regionalbehörden richteten eine Hotline für Angehörige ein und stellten psychologische Betreuung für Überlebende und Zeugen bereit. Krankenhäuser in der Region Valparaíso, zu der Viña del Mar gehört, meldeten, dass mehrere Verletzte in kritischem Zustand auf Intensivstationen behandelt werden. Die Behörden baten die Bevölkerung, Spekulationen zu vermeiden und sich auf offizielle Informationen zu verlassen.
Ermittlungen und staatliche Reaktion
Die chilenische Regierung kündigte an, den Familien der Opfer finanzielle Soforthilfe zukommen zu lassen. Präsident Kast werde zudem in den kommenden Tagen nach Viña del Mar reisen, um persönlich mit Angehörigen und Rettungskräften zu sprechen. Damit solle ein Zeichen der Solidarität und des gemeinsamen Trauerns gesetzt werden.
International bekundeten mehrere lateinamerikanische Staaten ihre Anteilnahme. Die Präsidenten von Argentinien, Peru und Kolumbien sprachen den Familien der Opfer ihr Beileid aus und boten Chile Unterstützung an. Auch internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen zeigten sich bestürzt über die Tragödie.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei rief mögliche weitere Zeugen dazu auf, sich zu melden, um den genauen Ablauf des Vorfalls rekonstruieren zu können. Bis dahin bleibt offen, ob es sich um einen Unfall, ein medizinisches Notfallereignis oder ein vorsätzliches Handeln handelt.
Fragen & Antworten
Was ist in Viña del Mar passiert?
Bei einem Straßenfest in der chilenischen Küstenstadt Viña del Mar ist am Sonntag ein Autofahrer in eine Menschenmenge gefahren. Nach Polizeiangaben wurden dabei mindestens sechs Menschen getötet und sieben weitere verletzt.
Wer ist der festgenommene Fahrer?
Nach Angaben der chilenischen Marine handelt es sich bei dem Fahrer um einen Unteroffizier der Infanteriemarine, der sich zum Zeitpunkt des Unglücks außerhalb seiner Dienstzeit privat in seinem Fahrzeug befand.
Wie hat Chiles Präsident auf die Tragödie reagiert?
Präsident José Antonio Kast sprach auf der Plattform X von einer Tragödie, die das ganze Land in Trauer versetze, und kündigte an, dass alle staatlichen Institutionen den Betroffenen helfen und die Verantwortlichkeit vollständig aufklären werden.
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