In den italienischen Regionen Abruzzen und Molise haben schwere Schneefälle und Unwetter zu Evakuierungen und Straßensperrungen geführt, während die Behörden die höchste Warnstufe ausriefen.

Schneemassen legen Bergdörfer lahm

Über einen Meter Neuschnee fiel in Höhenlagen ab 1.000 Metern, insbesondere in den Gebirgsregionen der Abruzzen und Molise. Der Bürgermeister von Capracotta, Candido Paglione, verglich die Situation mit sibirischen Verhältnissen. „Willkommen in Sibirien“, sagte er. Die Schneemassen blockierten Zufahrtsstraßen und isolierten mehrere Dörfer.

Das Militär musste eingreifen, um eine Zugangsstraße zu einem Hotel freizuräumen, die durch umgestürzte Bäume unpassierbar geworden war. Die Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz, um weitere Straßen zu öffnen und abgeschnittene Gemeinden zu versorgen. Die extremen Wetterbedingungen behindern die Arbeiten erheblich.

Überschwemmungen zwingen Familien zur Evakuierung

Während in den Bergen der Schnee chaos verursachte, führten starke Regenfälle in tiefer gelegenen Gebieten zu Überschwemmungen. Im Stadtteil Santa Teresa von Spoltore mussten 80 Familien – etwa 300 Menschen – ihre Häuser verlassen. Die Behörden ordneten die Evakuierung an, nachdem anhaltende Regenfälle die Flusspegel gefährlich ansteigen ließen.

Die betroffenen Familien wurden in Notunterkünften untergebracht, während Einsatzkräfte versuchten, die Wassermassen zu kontrollieren. Die Lage bleibt angespannt, da weitere Niederschläge prognostiziert werden. Die Regionen an der Adria stehen unter Hochwasserwarnung, und die Behörden raten zur Vorsicht.