Manuel Pirolt, ehemaliger Finanzchef der Signa, hat am Handelsgericht Wien einen Zahlungsplan vorgelegt, der seinen Gläubigern eine Quote von 0,0142 Prozent ihrer Forderungen über fünf Jahre zuspricht.

Das Konkursverfahren über das Vermögen von Manuel Pirolt wurde am 6. März 2025 am Handelsgericht Wien eröffnet. Nun hat der frühere Finanzchef der Signa einen Antrag auf persönliche Entschuldung eingebracht, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) dem KURIER bestätigte. Dem Vernehmen nach bestreitet Pirolt alle Vorwürfe, es gilt die Unschuldsvermutung.

Pirolt reichte seinen Antrag am 15. Juli 2026 ein – einen Tag vor Ablauf einer wichtigen Frist. Bis zu diesem Stichtag konnten Verbraucher in Österreich noch ein verkürztes Abschöpfungsverfahren mit einer Laufzeit von nur drei Jahren beantragen. Diese Regelung war 2021 als Reaktion auf die Corona-Pandemie eingeführt worden, lief aber nach fünf Jahren aus. Ohne den rechtzeitigen Antrag wäre eine so rasche Entschuldung für Verbraucher gesetzlich nicht mehr möglich gewesen.