Brüssel, 19 August 2026
Die jährliche Inflationsrate im Euroraum ist im Juli 2026 auf 2,9 Prozent gestiegen, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat auf Basis des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) mitteilte.
Treiber der Teuerung
Die Teuerung lag damit deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent. Im Juni hatte die Rate noch 2,5 Prozent betragen, womit der Anstieg im Vergleich zum Vormonat 0,4 Prozentpunkte ausmacht. Der Wert markiert den höchsten Stand seit mehreren Monaten und sorgt in der geldpolitischen Debatte für neue Diskussionen.
Treiber der Entwicklung waren den vorläufigen Daten zufolge vor allem die Preise für Energie, Lebensmittel sowie Dienstleistungen. Während sich die Energiepreise im Vorjahresvergleich weniger stark verbilligten als zuletzt, zogen die Preise für Nahrungsmittel und für Dienstleistungen des täglichen Bedarfs überdurchschnittlich an. Auch die Kerninflation, die schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel ausklammert, blieb erhöht.
