Straßburg, 08 Juli 2026

Das Europäische Parlament hat am Mittwoch in Straßburg über die Fortschrittsberichte der EU-Kommission zu den Beitrittsperspektiven von Serbien, der Ukraine und Moldau abgestimmt und dabei Serbien ein deutliches Reformdefizit bescheinigt.

In den Abstimmungen ging es um die Bewertung der EU-Kommission zur Erweiterungspolitik gegenüber den drei Ländern. Berichterstatter Sven Mikser, ein estnischer Sozialdemokrat, zeichnete für die drei Dossiers verantwortlich. Gegenstand waren Justiz, Grundrechte, öffentliche Verwaltung und die außenpolitische Ausrichtung der Kandidatenländer.

Die deutlichste Kritik richtete sich an Serbien. Das EU-Parlament sieht die Reformen des Landes als in einem Stillstand verfallen. „Das schlechteste Zeugnis erhielt Serbien, dessen Reformen zum Stillstand gekommen seien“, heißt es in der Bewertung. Die Abgeordneten fordern die Regierung in Belgrad auf, die Blockaden im Bereich Justiz und Grundrechte zu überwinden und Rückschritte bei der Meinungsfreiheit umzukehren.