Brüssel, 16 Juli 2026
EU-Migrationskommissar Magnus Brunner (ÖVP) hat in einem Interview mit der ORF-Sendung „ZiB2" Österreich und Deutschland aufgefordert, ihre Binnengrenzkontrollen im Schengen-Raum schrittweise auszusetzen.
Der für Inneres und Migration zuständige EU-Kommissar begründete seine Forderung mit dem neuen EU-Asyl- und Migrationspakt, der seit Juni in Kraft ist, sowie mit einem deutlichen Rückgang der illegalen Migration. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht: Wir haben den Außengrenzschutz verbessert, wir machen Asylverfahren an den Außengrenzen und deswegen ist die Zeit für mich jetzt gekommen, dass wir uns schrittweise von diesen Binnengrenzkontrollen verabschieden", sagte Brunner. Er verwies darauf, dass die illegale Migration in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 um 37 Prozent zurückgegangen sei, über zwei Jahre gerechnet sogar um 55 Prozent.
