Die EU-Kommission hat am 30. Juli 2026 in Brüssel ein Vergabeverfahren für den Aufbau von bis zu sieben KI-Gigafactories in Europa gestartet, um die Abhängigkeit von außereuropäischen Hyperscale-Cloud-Anbietern zu verringern.
Das Vergabeverfahren ist nach Angaben aus Brüssel in zwei Finanzierungskategorien unterteilt. Mit der ersten Kategorie sollen laut Berichten große europäische KI-Rechenzentren gefördert werden, während die zweite Kategorie kleinere Initiativen und Innovationen im Bereich künstliche Intelligenz unterstützen soll. Das Investitionsvolumen des Programms wird in Medienberichten auf mehrere Milliarden Euro beziffert.
Die Initiative ist Teil der europäischen Antwort auf die wachsende Marktdominanz außereuropäischer Cloud-Anbieter. In dem Bericht der Kommission, auf den sich die EU beruft, heißt es wörtlich: „La dependencia de proveedores de servicios de computación en la nube a hiperescala y de computación de IA, en particular para casos de uso altamente críticos, seguirá exponiendo los datos al acceso de terceros países y conllevará riesgos para la continuidad del servicio, poniendo en peligro la autonomía operativa“. Damit warnt die Kommission vor einer fortgesetzten Abhängigkeit von Hyperscale-Cloud-Computing und KI-Computing-Anbietern, insbesondere für hochkritische Anwendungsfälle.
