Die EU-Kommission will Landwirte mit gezielten Maßnahmen unterstützen, nachdem die Düngerpreise in Europa seit Anfang des Jahres um 40 Prozent gestiegen sind.

Maßnahmen der EU-Kommission

Die Kommission hat einen neuen Aktionsplan für Düngemittel vorgestellt, der unter anderem die heimische Produktion stärken soll. Zudem prüft die Behörde eine Flexibilisierung der CO2-Besteuerung für die Düngemittelindustrie. Ein weiterer Vorschlag sieht die Abschaffung europäischer Zölle auf Düngemittelimporte vor – allerdings nicht aus Russland und Belarus.

Eine Kommissionssprecherin warnte vor den Folgen des Preisanstiegs: "Der Preisschock am Düngemittelmarkt wird sechs bis zwölf Monate später in den Lebensmittelgeschäften ankommen." EU-Agrarkommissar Christophe Hansen kündigte in Straßburg "gezielte Ausnahmehilfen" aus einer Notfallreserve der europäischen Agrargelder an.